20. August 2022

Zapp Zarrap und jetzt gehts ab

Änderung, niemand mag Änderung. Wenn es darum geht, sein Leben zu gestalten, ist bei den meisten Beständigkeit angesagt. Biermarke, Zigarettenmarke, Automarke, Bank, vieles wird ein Leben beibehalten. Gibt es mal ein Produkt nicht mehr, tut man sich schwer sich an neues zu gewöhnen.

Neu sind die heißen Sommer nicht, trotzdem tue ich schwer mich daran zu gewöhnen. Der Kreislauf läuft im Grenzbereich. Und selbst im Alltag sind die Probleme kaum zu ignorieren. Ich muss ehrlich sein, seit es immer wieder so heiß wurde, habe ich Probleme. Nächtens schlafe ich oft nicht richtig durch, weil es zu warm ist. Tagsüber setzt stark merkbar, dann wenn es am heißesten ist, der Leistungsknick ein.

Dazu noch Probleme mit Technik, Gesundheit und vielem mehr im Hintergrund.

SD-Karten und Festplatten schmierten ab. Gut, einige der Festplatten waren mehr als 10 Jahre im Gebrauch. Ein stolzes Alter für eine Festplatte. Da darf schon mal was kaputtgehen. Das Ende vom Lied war das ein oder andere nicht mehr funktionierte. Was schon mal kaum funktioniert, ist eine Cloud auf einem eigenen Kleinrechner mit mal eben knapp 1,2 TB Daten. Die Heimautomatisierung frittierte den internen Speicher eines Kleinrechners und ich suchte die Fehler wochenlang im System.

Am Ende des Tages waren die SD-Karten abgeschafft, durch SSDs ersetzt, die Mediathek wechselte auf einem PC, und statt einer Cloud wird nun mit Freigaben gearbeitet und die Heimautomatisierung läuft wie der Hamster im Rad, dafür ohne Probleme. Ein Vorteil ist das ich meine Mediathek jetzt immer dabei habe, da ich von überall Streamen kann, das meine Daten mir, wenn ich die Zugangsprotokolle einhalte, immer verfügbar hab, unabhängig von irgendwelchen Programmen, Scripten und Apps. Am Ende des Tages wurde alles einfacher einrichtbar, bequemer und dazu noch funktionaler. Das hat aber Zeit gefressen.

Durch einen Bankwechsel musste ich einige Vertragspartner wieder auf den Boden zurückholen. Ich frage mich in was für einem Land man ist, wenn man drei Monate vorher den Bankwechsel bekannt gibt und immer noch Firmen dann vom falschen Konto abbuchen und sich wundern, dass dies irgendwann nicht mehr da ist.

Enttäuscht hat mich auch eine Versandapotheke. Erst auf dem Rezept rumglucken, dann kommt es retour, weil es abgelaufen sei. Nur am Tag wo es retour gesendet wurde, war erst der Tag, an dem es ablief. Ende vom Lied: Ich hab nun, da es jetzt wirklich abgelaufen ist, ein Rezept was ich nicht mehr einlösen kann. Die Medikamente gehen zum Ende, der Arzt ist in Urlaub, wie viele andere hier auch. Sprich: Wenn ich Pech hab, geht bei der Vertretung nicht mal wer ans Telefon oder es ist Dauer besetzt. Gut, die Lücke bei den Medikamenten besteht nur 4 Tage und nur bei zwei Medikamenten, dann muss eben der Blutdruck mal cool bleiben.

Fehler kann man machen, sobald es den Bereich Gesundheit angeht werde ich empfindlich. Der Anbieter flog von meiner Liste.

Trainingsprotokollierung ist schön, allerdings nach fast 10 Jahren im Garmin-Umfeld fühle ich mich dort nicht mehr zu Hause. Irgendwie fühle ich mich wie in der Handywelt. Teuer, teurer, immer teurer. Und Dinge, die man erwartet, sind dann standesgemäß nur in den Flagschiff-Geräten zu finden.

Ich bin, was Handys angeht mittlerweile seit einigen Jahren Fan von Xiaomi und deren Tochter- und Schwesterfirmen, mein Haupthandy kommt derzeit von Poco und von dieser könnte im nächsten Jahr auch der Nachfolger kommen. Huami, welche Amazfit-Produkte auf dem Markt bringt, arbeitet noch einige Jahre mit Xiaomi zusammen. Auch Laufen die Apps der Produkte auf der Basis des Zapp-Os, dem Nachfolger des Mi-Fit-Systems.

Vor einigen Jahren hatte ich eine Smart-Uhr von Redmi, einer Xiaomi-Tochter zum Testen vorliegen. Für den Spottpreis eine kleine nette Uhr. Mit einigen Problemen. Technisch war man auf dem Stand von vorvorgestern und die Daten waren im Umfeld von MiFit gefangen. Auch die Amazfit-Produkte kranken in frühen Versionen an vieler dieser Probleme. Trainingserkennung, ein Fremdwort. Navigation, wirkliche Smartfunktionen, teilweise Fehlanzeige oder nur rudimentär vorhanden.

Mit den neusten Generationen der Smartgeräte hat man jedoch einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht und holt kräftig auf. Zudem hat sich das Problem, der Daten auch gelockert. Mittlerweile können 5 andere Dienste, darunter Strava und Google Fit gekoppelt werden, an die die Daten weitergegeben werden.

Vielleicht ein Grund, dieser Plattform eine Chance zu geben. Zumal die neusten Geräte nahe im Funktionsumfang an die Platzhirschen ran rücken, das ganze Preislich aber auf einem attraktiven Niveau stattfindet.

Nun habe ich die Chance eines der Flagschiffe von Amazfit an den Arm zu nehmen.

Auch was das Thema Bewegung angeht, habe ich einiges an Veränderung vor.

Ab der kommenden Woche soll jedem Tag mindestens eine Stunde Bewegung auf dem Programm stehen. Das kann Laufen, Walken, Gehen sein, aber auch Gymnastik und Kraftübungen werden nicht zu kurz kommen.

Woher dieser Änderungswunsch?

In meinen Kurzurlauben an Rhein, Mosel und Wesermündung, habe ich festgestellt, dass Bewegung mit guttut unabhängig von der Intensität. Mal eben knapp 3 Kilometer vom Bahnhof zum Hotel gehen, vollbeladen mit Gepäck. Das hätte ich vor einem Jahr nicht geschafft.

Es tat mir aber gut. Ich habe an diesen Wochenenden in zwei Tagen teilweise mehr Bewegung gehabt, als sonst in der ganzen Woche und das verrückte: Ich fühlte mich gut dabei.

Vor einigen Wochen war Johannisfest. Das erste nach zwei Jahren Corona-Pause, das erste seit langem, wo ich fast durchgängig unterwegs war.

Und dann war heute eine Frührunde. Bruchteiche. An den Pferden kam ich dreimal vorbei. Den ein oder anderen Walker begegnete ich nicht nur einmal. Und vor allem: Ich musste sie diesmal nicht mehr ziehen lassen. Die Krönung war aber am Ende ein treffen mit einer alten Bekannten. Das Alt bezieht sich hier wirklich auf das Alter.

„Willst Du Dich heute gar nicht setzen?“, wurde ich gefragt.

Ja, die ersten Runden dort waren so, dass ich mich von Bank zu Bank hangelte. Diesmal war ich zu dem Zeitpunkt fast 10 Kilometer unterwegs und hatte es immer noch selbst in der Hand mich zu entscheiden, ob ich mich setze oder nicht. Ja, Bewegung ändert einiges. Zwar nicht immer das Gewicht, aber es zählen auch andere Dinge, wie dass man sich gesünder und beweglicher fühlt.

Mit positiven Effekten ist es manchmal dann doch recht einfach etwas zu verändern. Und bevor jemand fragt: Ja, die Reiseberichte von den Touren nach Koblenz und Bremerhaven folgen nach.

Foto: Norbert Beck / Beitragsbild-Layout: canva PRO und Norbert Beck


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Norbert Beck

Einst wollte er nur laufen, dann kamen gesundheitliche Rückschläge, die Pflege eines Angehörigen und damit ein jahrelanges Leben am gesundheitlichen Limit. Nun ist er wieder auf dem Weg zurück und sagt immer noch "Ich bin schlank, man sieht doch nicht!" Seine Ziele: Gesünder leben, Kilos verlieren, Spaß haben und irgendwann wieder laufen.

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