Brüssel, Brüssel, ich will nach Brüssel

Liebes Wahlvolk, Lieber Wahlvolker, Liebe Wahlvölkin,

ich habe es mir echt schwer gemacht, denn mit der Tatsache, dass ich für die Partei Die PARTEI für einen Sitz im Europaparlament bei den Wahlen am 9. Juni 2024 kandidiere, kann ich – als Mittäter – ja nur schlecht über die vielen Fahndungsplakate und Versprecherposter schimpfen. Ich gehöre ja jetzt selbst zum Establishment. Ich für meinen Teil stehe voll hinter der Sache, ich möchte nach Brüssel und Straßburg. Ich möchte dort jedes Fettnäpfchen besichtigen und keins davon auslassen.

Der ein oder andere wird sich fragen, ob ich das ernst meine. Ja, das tue ich. Ich stehe auf einem sehr, sehr guten Listenplatz 79 der einheitlichen Bundesliste der Partei Die PARTEI für die Europawahl 2024 und damit quasi fast direkt hinter Politiklegenden wie Martin Sonneborn, die noch echte Vollblutpolitiker sind. Und selbstverständlich rechne ich mir gute Chancen aus, demnächst zur EU umziehen zu müssen. Damit ich mit meinem Listenplatz nach Brüssel muss, braucht meine Partei nur so viele Stimmen wie CDU, CSU, SPD, Grüne, Linke und den blauen Braunbären bei der letzten Europawahl zusammen erreicht haben. Also, das sollte ja wohl zu machen sein, oder?

Ihr wollt wissen, wofür ich stehe?

Ich möchte das Europaparlament in seiner jetzigen Form abschaffen. Das Parlament muss volksnäher werden, also zum Volk kommen. Immer nur Brüssel oder Straßburg, was hat da die Mutti in Elend (in Sachsen-Anhalt) oder der Bauer in Afterbach (im Bezirk Melk in Niederösterreich) davon?

Ich möchte, dass das Europaparlament alle zwei Jahre an anderen Orten tagt und damit nicht alle paar Wochen umgezogen wird, wird der Standort im Halbjahreswechsel getauscht. Meinetwegen im Sommer in St. Tropez und im Winter in der Hohen Tatra. Ihr braucht nicht mehr zum Europaparlament kommen, das Europaparlament kommt zu Euch, vielleicht auch nach Sylt oder Helgoland. Allein diese Volksnähe wird zur erhöhten Popularität des Parlaments führen. Und das Praktische: Wir Abgeordneten müssten nicht mehr kostspielig für die Wähler in den Urlaub fahren. Wir verlassen das Parlamentsgebäude und sind gleich da. Also da, wo immer ihr uns wollt und wir es schön finden.

Selbstverständlich bin ich auch für einen baldigen EU-Beitritt der Ukraine. Damit der Laden aber nicht zu groß wird, wäre mein Vorschlag, dass Bayern dann die EU verlässt und der Schweiz oder England zugeschlagen wird.

Ich bin mir sicher, dass Ihr alle wollt, dass ich nach dem 9. Juni nach Brüssel und/oder Straßburg muss, also votet für mich und gebt Eure Stimme der Partei Die PARTEI.

Ihr seid noch nicht überzeugt, dass die Partei Die PARTEI das Richtige für Euch ist? Dann überprüft Eure Meinung doch im Wahl-O-Mat. Damit Ihr nichts falsch macht, gebe ich Euch nachstehend eine Ausfüllhilfe:

Nein, Nein, Ja, Neutral, Ja, Nein, Ja, Nein, Ja, Ja, Nein, Nein, Ja, Nein, Ja, Ja, Ja, Ja, Ja, Neutral, Ja, Ja, Ja, Nein, Ja, Nein, Ja, Ja, Nein, Ja, Nein, Ja, Ja, Ja, Nein, Nein, Ja.

Damit solltet Ihr zu mindestens 90%, wenn nicht gar 100% auf PARTEI-Linie sein. Na, ist das nichts. Und die Partei Die PARTEI hätte mich nicht nominiert, wenn sie mich nicht für fähig gehalten hätte, und ich hätte mich nicht bei der Partei Die PARTEI beworben, wenn diese nicht sehr, sehr gut wäre.

Also geht am 9. Juni 2024 wählen. Wenn ihr an dem Tag keine Zeit habt, macht Briefwahl. Und wählt die Partei Die PARTEI und damit auch mich. Und bitte, wenn ihr versehentlich etwas anderes wählen müsst, dann bitte wählt keine blauen Braunbären.

Ich danke für Eure Aufmerksamkeit und plane schon mal die Siegesfeier!

Euer europäischer Landpirat Norbert Beck

Beitragsbild: Norbert Beck / Beitragsbild-Layout: Norbert Beck
Hintergrund des Beitragsbildes hergestellt von Freepik /
Das Partei-Logo von der Partei “Die PARTEI


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