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„Zwei mal drei macht vier – Widdewiddewitt und Drei macht Neune“. Pippi machte sich schon immer gerne die Welt, wie sie ihr gefällt. Was sich so diese Woche tat gefiel mir absolut nicht. Irgendwo hatte man da schon eher die Lust, nicht nur mit Daumen nach unten, sondern gleich mit der Faust nach unten zu hauen.

Innerhalb nicht mal zwei Tagen schwammen allen guten Ideen die Felle davon. Leider kann ich hier in diesem Punkt kein gutes Haar an unserem Gesundheitssystem lassen, insbesondere was die Versorgung im ländlichen Raum betrifft, ist hier nicht nur seit heute einige im Argen. Schade, dass hier viele Politiker eine rosa Brille aufhaben und an abstrakten Kennzahlen festhalten, ohne mal zu prüfen, wie für Kranke die alltägliche Realität aussieht.

Genug der Politik. Weiter mit der Show… den die Show muss weitergehen…

Nach zwei Tagen bergab, ploppten gestern plötzlich zwei Möglichkeiten auf.

Zum einen tat sich was bei dem Zentrum, wo ich trainieren wollte. Hier habe ich in kürze ein Gespräch mit der Leiterin der Einrichtung, bei dem Besprochen wird, was ich machen will, welche Voraussetzungen nötig sind und welche Möglichkeiten zur Förderung es gibt. Eins ist leider klar, nach der teureren Bestattung meiner Mutter sind Vollbeiträge aus eigener Tasche damit ich Trainieren kann, derzeit so nicht machbar.

Das Zweite ist, das ohne eine Verordnung und bei den derzeitigen Coronabedingungen ein Training in dem Zentrum schnell zur Farce werden kann. Steigen die Krankenzahlen in Sachen Corona, kann es ruckzuck gehen, das Zentrum für normale Besucher wieder zu machen muss und einige Tage später bei sinkenden Infektionsgeschehen wieder aufmacht. Das Resultat: Ein On/Off-Training, was mir nicht wirklich was bringt. Um aber gesundheitlich voranzukommen, muss ein kontinuierliches Training gewährleistet sein.

Denn Fest steht: Die Kilos müssen runter, da langfristig auch Herz- und Kreislauf, das so sicher nicht mehr mitmachen werden, ohne da allein nur mein Asthma und die anderen Probleme zu berücksichtigen.

Bevor diese Möglichkeit wieder aufkam, dass man hier vielleicht doch eine Lösung finden könnte, hatte ich mir schon eine Alternative überlegt.

Damals 2011 hatte ich mit Walking angefangen. Die ersten Trainingseinheiten waren vielleicht gerade mal 10, 15 Minuten lang – also nicht die Welt – aber immerhin ein Einstieg. Worin das geendet ist, ist mittlerweile irgendwo in der laufenden Geschichte verschwunden.

Auf irgendeinem Waldweg walken und dann wohlmöglich zu kollabieren und dort liegenzubleiben, bis es wohlmöglich zu spät ist, das ist nicht wirklich mein Ziel.

Also nahm ich mir die Map vor.

Früher bin ich bei Bad Sooden-Allendorf um die Bruchteiche getrabt, nur weil ich von niemanden gestört und gesehen werden wollte. Diese Wege sind schön, abwechslungsreich, aber weit vom Schuss und je nach Wochentag und Tageszeit aber auch sehr einsam.

Und jedes Mal fast 15 Kilometer hin und 15 Kilometer zurück zu fahren macht, die Sache auch nicht besser.

Ich habe eine schöne Strecke in der Nähe gefunden. Eine Runde ist dort etwa 1,21 Kilometer lang und entlang der Strecke sind 7 Möglichkeiten sich kurz mal hinzuhocken, falls der Kreislauf schlapp macht oder der Rücken streikt, das ich hier jederzeit einen kleinen Notstopp einlegen kann.

Der Vorteil wäre, dass ich je nach Leistungsstand und Fortschritt die Strecke verlängern könnte. Z. B. wenn ich das Gefühl habe das eine Runde dann sowohl vom Rücken als auch allem anderen locker machbar ist, dass ich ggf. um eine zweite Runde anfangs mit einer kleinen Pause erweitere, später die Pause weglasse und so nach und nach die Leistung – so wie es der Körper zulässt – immer weiter steigere.

Natürlich müsste ich mir hier noch was zur Stabilisierung des Rückens und der Füße ausdenken, denn von meiner früheren Laufkarriere weiß ich, das Laufen – oder wie bei jetzt bei mir anfangs mit Walken – nicht alles ist, wenn der Rest des Körpers nicht hinterherkommt.

Besonders nützlich ist hier, das ich mit dieser Trainingsvariante so ziemlich komplett von irgendwelchen Corona-Regeln unabhängig wäre, so man nicht auch bei uns auf die Idee käme ein sinnfreies Verweilverbot gerade an der Strecke einzuführen, wo ich regelmäßig den Weg plätten würde.

Foto: Norbert Beck/Grafiklayout: canva

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