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Wirst Du Dich impfen lassen?

Ehrlich gesagt, die Themen Corona, Impfen, Masken, Selbsttest und so weiter nerven nur noch. Und dann wird man regelmäßig noch im Bekanntenkreis mit der Frage „Lässt Du Dich impfen?“ genervt.

Natürlich möchte ich Corona nicht verharmlosen, ganz im Gegenteil. Es hat Tote gegeben, es wird weiter Tote geben, dies wird sich auch mit den härtesten Maßnahmen nicht zu 100% verhindern lassen. So makaber es sein mag, den sichersten Job, hat nun mal der Totengräber, denn gestorben wird immer.

Es gibt genug an der Geschichte was nervt.

Die Leute die glauben immer wieder alle hinweisen müssen, wie sie alles zu handhaben müssen und doch betonen wie schlimm doch alles ist. Ja, es ist schlimm, nur es wird auch nicht besser dadurch besser, dass man dies alle 5 Minuten wie eine defekte Schallplatte wiederholt. Und ganz ehrlich, was würden die Leute sagen, wenn man sich in deren Leben ständig einmischt? Wie war das noch mit dem Bret und den Balken und dem eigenen Auge und das des Fremden?

Mich nerven die Menschen beim Einkaufen. Wieso muss man in Sippen einkaufen? Da laufen Familien zu dritt, zu viert in den Laden, verstopfen Wege. Ich finde das grauenhaft. Bei meiner Kondition ist Einkaufen so schon eine Belastung… je länger die dauert umso eher schlägt immer noch mein Asthma durch und umso schwieriger wird das Einkaufen für mich.

Auch die Menschen die meinen im Laden auf Tuchfühlung mit einem gehen zu müssen, nerven mich. Ihr könnt mich sarkastisch nennen, aber wenn ich mir eins wünschen würde, wäre das beim Einkaufen die Abstandsregeln weiter bestehen bleiben, auch wenn das Thema Corona irgendwann im Hintergrund tritt.

Die Politiker nerven.

Die einen Bereichern sich an der Pandemie.

Die anderen tun nix. Das eine zweite, dritte Welle kommt, war sowas von klar. Trotzdem ist man unvorbereitet da reingeschliddert.

Dann wird gebetsmühlenartig runtergeleiert, warum man ein Versprechen nach den anderen wieder einkassiert, ohne aber auch nur an einem Punkt zu überlegen ob die Folgen der Lockdowns nicht irgendwann genauso dramatisch werden, wie die eigentliche Pandemie selbst. Ich denke hier nur an verschobene Operationen. Patienten die wegen der Pandemie Angst vor Arzttermine haben. Und da bin ich noch nicht bei denen die die wirtschaftlichen Folgen überfordern und das, weil die Politik es a) nicht schafft versprochenes umzusetzen und b) viele Menschen und Berufsgruppen einfach hinten runterfallen.

Menschen in Altenheimen wurden zu lange nicht geschützt. Das Schlimmere: Der Großteil der zu pflegenden Personen, die im familiären Umfeld leben, sind heute noch nicht richtig geschützt und rutschen zu einem nicht unerheblichen Teil beim Thema Impfungen durch.

Dann turnt da noch ein Gesundheitsminister rum, dessen Aussagen immer schneller wieder von der Realität einkassiert werden, als er diese relativieren kann. Erst waren keine Masken da, dann Schrottmasken, das Impftheater, Selbsttests und deren Verschiebung, weil zum einen noch nicht ausreichend verfügbar und von denen, die sie machen sollten so schnell nicht machbar.

Zu allerletzt denkt man dann statt den Terminvergabekatastrophen an die Hausärzte. Nur um das auch wieder zu Relativieren und nach hinten zu verschieben und Pilotprojekte zu starten. Hausärzte wissen ja auch nicht wie man spritzen aufzieht und impft, das müssen die alle nochmal üben.

Und dann haste noch diese Ministerkonferenz, wo 16 Ministerpräsidenten, die Bundesmutti aus dem Kanzleramt, deren Stabsminister, der Gesundheitsminister in Abstimmung mit Experten was beschließen, sich dabei nicht wirklich an die Hinweise der Fachleute halten, wo rund 20 Leute dann 30 Meinungen vertreten und einen Tag nach Beschluss eh wieder jeder sein eigenes Süppchen kocht.

Da wundert man sich, dass die Zustimmung zu den Maßnahmen sinkt und das die Leute sich immer mehr von der Politik und „denen da oben“ entfernen?

Wer in den letzten Absätzen einen Hauch von Sarkasmus findet, kann diesen als Belohnung gerne behalten.

Die Politik, aber auch die Medien haben es geschafft einen Impfstoff kaputt zu reden.

AstraZeneca. Erst hieß es für Menschen über 65 nicht geeignet. Von einer Nichteignung war aber nie die Rede. Der Wirkstoff war einfach bei alten Menschen noch nicht ausreichend untersucht und so musste man auf entsprechende Ergebnisse warten, die eine Zulassung für die Alten möglich machten.

Dann gab es Zweifel an der Wirksamkeit. Wirksamkeitsraten von 60, 70, 80%. Das Ganze kam dann aber so rüber als wenn bei den restlichen 20-40 % der Wirkstoff nichts bringt. Dabei ging es hier um die Immunisierung und bei denen wo es nicht reicht, die haben immerhin den Vorteil keinen schweren Verlauf zu bekommen.

Es macht schon einen Unterschied, ob man ohne Impfung an der Lungenmaschine liegt oder ob man mit zumindest nicht mehr von der Erkrankung mitbekommt, wie bei einer Erkältung. Dieser Punkt ist natürlich total untergegangen.

Hätte man mal richtig kommuniziert, aber das Thema dürfte nun vorbei.

Der nächste Rückschlag: Blutgrinselrisiko.

Da können Experten jetzt noch so sehr, diesem Wirkstoff Gutes zu schreiben. Der Name AstraZeneca dürfte bei vielen verbrannt sein.

Zurück zur Ausgangsfrage ob ich mich Impfen lasse:

Meine Aussage war immer: Sobald Impfungen beim Hausarzt möglich sind, werde ich mich Impfen lassen. Ich bin Egoist. Bis dieses irgendwann im April oder Mai soweit sein wird, hat man genug Erfahrungen mit Problemen bei den Impfstoffen.

Und nein. Ich lasse mich nicht impfen, weil ich Dich, Dich oder Dich nicht anstecken will. Ich lasse mich impfen, weil ich von 11 Risiken – die mein Bundesland propagiert – 5 für einen schweren oder tödlichen Verlauf erfülle.

Das ist auch so ein Punkt wo man nur mit dem Kopf schütteln kann, wenn man ein hohes Risiko hat, wenn gesunde Menschen aus nichtmedizinischen Berufsgruppen, vor Menschen die Risikopatienten sind geimpft werden.

Obwohl wundert es mich? Meine Mutter hat eine Woche nach ihrem Tod ihr Impfangebot erhalten. In den Unterlagen steht, das wenn man nicht in der Lage ist ins Impfzentrum zu kommen, ein mobiles Impfteam kommen kann, man aber erst am Ende mit der Impfung dran ist. Ich kenne Menschen mit der Prio-Gruppe eins, die im sich im Januar bei Öffnung der Impfzentren gemeldet haben, die noch heute – zwei Monate später – keinen Impftermin haben, obwohl man schon fleißig Prio-2 Menschen impft. Soweit zu Thema wir schützen unsere Alten… und nein, wir reden nicht von Einzelfällen.

Würde ich Impfstoffe ablehnen? Nein, zumindest nicht wenn die Sache mit den Blutgerinseln sich klärt. Wenn Vladimir Putin persönlich vorbeikommt, würde ich mir auch sein Sputnik geben lassen. Denn eins muss man den Russen lassen: Impfstoffe können diese. Und bei einer Untersuchung in Frankreich stellte man fest, dass der Sputnik genauso wirksam wie Biontec und Co. sei. Das Einzige was fehlt ist eine Zulassung.

Bild: canva

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