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Leider das Leben – Spass und Verantwortung für einen tierischen Freund

„Der ist brav, der geht nicht an jeden ran.“, sagte man mir noch als ich auf Besuch war über diesen Hund mit diesem wuscheligen weiß-braun-schwarzen Fell. Und kaum gesagt, stand er vor mir. Der Kopf, der Blick, dieses interessierte Schnuppern. „Bei Fremden hält er immer abstand.“, setzte man fort, davon habe ich aber nichts gemerkt.

Der Kopf lag auf meinem Knie, während ich diesen felligen Genossen am Hals kraulte und er kräftigt, anfing vor sich hin zu brummen. Sichtlich genoss der Hund vor mir das sich jemand so richtig um ihm kümmerte.

Irgendwie konnte mich mir als ich auf dem Heimweg war, vorstellen so einen tierischen Freund zuhause zu haben. Ich kümmere mich um ihn, er kümmert sich um mich. Und wir hätten zusammen Spaß. In den inneren Augen sah ich, wir er mich vor die Tür zerrehrte, wie ich mich erst von Bank zu Bank rettete und ihn bespasste und dabei immer Fitter wurde, bis ich irgendwann wieder laufen könnte.

Eine großartige Vorstellung. Ein schöner Traum.

Nur dann fuhr ich vor meinem Haus vor. Sah vom Auto aus nach oben und sah die dunkel daliegende Wohnung. Eine Wohnung, wo dieser Freund täglich 8-10 Stunden auf mich warten würde, wann ich von der Arbeit kommen würde und mich dann mit einem Blick erwarten würde, der sagt „Gehen wir jetzt raus?“. Während ich vielleicht so kaputt bin, dass ich gar nicht vor die Tür will und kann.

8 bis 10 Stunden allein. Das hatte meine Mutter auch. Nur die konnte sich auch etwas selbst für Unterhaltung sorgen. Das kann ein Hund nicht.

So schön, wie ich den ersten Gedanken fand, so sehr erschreckte mich das Resultat was dann vor meinen Augen ablief. Und das war etwas, was ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren konnte.

Ein hundewürdiges Leben könnte ich so einem Freund leider nicht bieten. Schade eigentlich.

Bild: canva

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