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Ich liebe Katzen mit Humor

Ich mag den Humor von Katzen. Katzen haben einen eigenen, sehr diffizilen Humor. Oftmals nicht einfach zu erkennen. Manchmal auch nicht zu verstehen. Aber wenn man diesen Humor dann durchschaut hat plopp und die Katze ist weg.

Sicher kennt Ihr Lewis Carrolls Veröffentlichung „Alice im Wunderland“ und die Figur der Grinsekatze, oder? Genau so müsst Ihr Euch den Humor von Katzen vorstellen. Die Krönung ist: Wenn Katzen einen Streich gespielt haben, kommen diese plötzlich aus einer ganz anderen Richtung einem entgegen und tut perfekt so, als ob sie von nichts wüssten.

Probiert es mal selbst und ihr werdet sehen, wie schwer das ist. Ich kenne Menschen, wo man – nachdem diese einen Streich gespielt haben – Angst haben muss, dass diese irgendwann platzen, weil diese das Lachen kaum noch unterdrücken können. Bei Katzen ist das anders, da kommt, dass eher auf ein „Ha, erwischt“ raus.

Vielleicht liegt es daran, dass wir Menschen das Leben von Katzen nicht wirklich verstehen. Oder am Ende ist es vielleicht sogar so, dass Katzen uns am Ende viel besser verstehen, als wir selbst es tun. Andrew Lloyd Webber, hat uns in seinem Musical Cats gezeigt, das Katzen menschlicher sein können, als ihre zweibeinigen Futterüberreicher.

Eine Mieterin im Haus meiner Eltern hatte mal einen dänischen Kater. Eine graugetigerte Hauskatze, die auf den Namen Smokey hörte. OK, das mit dem Hören streichen wir besser gleich mal lieber wieder. Und dass die Mieterin die Katze besaß besser auch gleich. Dieser Kater residierte im Haus und hatte überall seine Bediensteten.

Und dieser Kater konnte den Kalender. Auswendig! Meine Mutter ging samstags immer zum Metzger. Und am Ende des Einkaufs nahm sie immer 100 Gramm frisch durchgelassenen und ungewürzten Rinderhack mit. Diese 100 Gramm waren für die Katze.

Wenn meine Mutter zuhause ankam, fing die Katze bei der Mieterin so laut an zu miauen, dass sie den Kater rauslassen musste. Dann stand der Fellbeiner vor der Tür meiner Mutter und miaute so laut das man es im ganzen Haus hören konnte. Bis diese die Tür öffnete.

Es konnte gar nicht schnell genug gehen bis das Hack in Bällchen gerollt und gereicht wurde. Wenn das Hack zu Ende war, noch einmal am Hals kraulen lassen, noch dreimal über den Kopf streicheln und der Kön… – der Kater war befriedigt und verließ die Wohnung in Richtung seines Tronsa… – also seinem Körbchen, wo dann erstmal Mittagsschläfchen gemacht wurde.

Selbiger Kater hatte nie die Welt draußen wirklich kennengelernt. Ein reiner Stubenkater. Wir führten ihn einmal in den Garten. Boah, war das alles neu. Fast schon ängstlich wurden Blumen, Gras und der frische Mulch auf dem Beet erkundet. Bis ein Rotkelchenjunges – mehr versehentlich direkt vor seiner Nase landete. Schock. Flucht. Man kann nur froh sein, dass alle Türen auf dem Weg in den zweiten Stock offen waren. So schnell, war noch niemand oben gewesen.

Wenige Tage später war der Kater meiner Mieterin entwischt. Vom Schock hatte man sich wohl erholt. Ich war etwas verdutzt, als dieser dann zur Gartentier reinstolzierte und einen Singvogel in der Schnauze hatte und vor mir auf der Treppe ablegte und mich ansah als ob er sagen wollte: „Na, war ich gut? War ich gut? NUN LOB MICH DOCH ENDLICH!“ Ich war schockiert.

Wobei… ich bin mir nicht sicher ob die Flucht von dem Kater wenige Tage zuvor nicht gespielt war.
Wenn die Mieterin in Urlaub gefahren ist, hatte ich die Aufgabe mich um den Kater zu kümmern. Frisches Futter. Klo saubermachen. Kater bespassen.

Die Mieterin hatte am Fenster einen Blumenkasten, wo sie Katzengras zog und ein Vogelhaus hatte. Und ich habe öfter beobachtet, wie die Katze die Vögel am Vogelhaus beobachtete und die Vögel dort sie aufzogen. Die Vögel wussten ganz genau, dass der Kater nicht durch die Scheibe konnte.

Und nun saß der Kater in der Ecke wie Nelson und machte geistig „Ha-ha“.

Irgendwann starb der Kater. Ich wusste bis dahin nicht das auch Katzen Krebs bekommen können. Damit reduzierten sich lange meine Kontakte zu Katzen. Bis die Tage…

Ich mache meine Walkingrunde. Mein Rücken signalisierte mir, das es Zeit wäre ihn zu entlasten und sich einen Moment auf eine Bank zu setzen.

Sehe ich schräg gegenüber einen Mann der komische Verrenkungen macht und die Autos von unten betrachtet. Ich weiß, dass kurz zuvor da noch eine Katze war – schwarz gekleidet mit weißen Pfoten. Der komische Typ interessierte mich. Ich fragte ihn was er da macht.

“Ich such unseren Kater.”, antwortete er.

OK, für mich sahen die gymnastischen Übungen der Suche eher aus als hätte er einen selbigen. Zumindest sah es nach Problemen mit der Körperkoordination aus, ein Thema wofür ich übergewichtbedingt schwerstes Verständnis für habe, auch wenn der Mann eher zum Typ schlanker Spargel gehörte.

Derweil guck ich aufs Gartentor die Straße runter. Sitzt der Kater da. Still und genauso interessiert guckend, wie ich den Mann beobachte. Ich bin mir sicher, dass nicht nur ich gegrinst habe als ich am Tor vorbei meine Walking-Runde fortgesetzt habe.

Bild: canva/Layout: canva/Norbert Beck

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