You are currently viewing Meine Woche – Wochenbericht Juni/Juni (Nachholer)

Meine Woche – Wochenbericht Juni/Juni (Nachholer)

Die letzten Wochen waren bei mir ein auf und ab. Besonders Problematisch war dabei die Phase mit dem heißen Wetter und Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke. Mein Körper machte dicht. Irgendwie durch den Arbeitstag geschleift, noch etwas gekocht, war ich hinterher platt wie ein Marienkäfer.

Beim Reha-Zentrum gab es kein weiteres Training. Dafür eine große Überraschung. Mehr zufällig stellte fand ich meine alte Trainerin wieder. Diese hatte mich seinerzeit bis zum Marathon begleitet und noch lange Zeit darüber hinaus, bis sie in die Babypause ging. Danach verlor sich der Kontakt und bei mir ging es bergab.

Mitte Juni war ich in Erfurt. Krisenbesprechung. Fakten auf dem Tisch. Ziele verfasst. Kilos müssen runter. „Aber nicht alles bis Weihnachten weg?“ „Nein, nein, ich bin Realist. Der Weg muss in die richtige Richtung zeigen. Die Chemie stimmte direkt wieder, wie es in meiner Zeit davor war. Zudem ist es so, dass ich nach meinen früheren Erfolgen mit ihr, meiner Trainerin blind vertraue.

Sie war es, die mir einfache Übungen für meine Schwachstellen beibrachte. Mir der Gymnastik als das überflüssigste der Welt betrachtete.

Ich liebe einfach die Zusammenarbeit mit meiner Trainerin, auch wenn mir diese früher in Fitnessstudios schon mal Probleme machte („man kann nicht auf zwei Herren hören“). Zu dem Thema werde ich irgendwann nochmal einen extra Beitrag in meinem Blog machen., weil ich der Meinung bin das dieser Punkt nicht in zwei Nebensätzen in einem Rapport abgehandelt gehört.

Der Besuch bei meinem Hausarzt lief unspektakulär, auch wenn der Langzeitzuckerwert – trotz eigentlich deutlich verbesserter Ernährung – noch lange nicht optimal war. Und beim Lungenarzt pustete ich mir die Seele aus der Lunge. Das Ergebnis war mehr als OK, nächster Termin kurz vor den Weihnachtsmärkten.

Ab und zu macht mir das Luftholen beim Training noch Ärger. Wenn aber eins arger ist, ist es mein Rücken. Der meinte Wochen am Stück nerven zu müssen. Trainingsrunden endeten schon mal schnell darin, dass ich beim Bankenkataster mitmachen könnte.

Bankenkataster, kennt ihr nicht? In unserer Stadt kamen Politiker darauf das man quasi eine Volkszählung bei den Banken machen müsste. So mit Zustandsbeschreibung, Standorten wo man noch eine Bank brauchen könnte oder wo man diese besser entfernen kann. Alle Politiker, alle Parteien stimmten der Aktion unisono zu. Am Ende meldete man sich vom Bauhof, dass man bevor man sowas beschließt doch mal fragen solle, denn der Bauhof sorgt dafür das alle Banken in Schuss bleiben und muss daher auch wissen, wo diese stehen.

Nun, weiß es nicht nur der Bauhof, sondern auch ich, da ich zwischen Werratalsee und zuhause so ziemlich alle Banken ausprobiert habe um meinen Rücken zu entlasten.

Das mit dem Kochen klappt auch immer besser. Meine Planungen greifen. Der Frischegrad beim Essen liegt bei satten 96% und der mit dem Status selbstgemacht zwischen 98 und 100%. Wichtig ist immer lecker und gesund.

Einkaufen tue ich mittlerweile ganz gerne bei Hofläden.

Gerade für mich als Singlehaushalt ist das nicht wirklich teurerer. Bei Supermarkteinkäufen und den vielen vorverpackten Waren ist, es am Ende der Woche oft genug passiert, dass ich am Ende der Woche bis zu einem Drittel weggeworfen habe, weil Obst und Gemüse schlecht wurden. Letzten Endes ist das oft teurerer als kleinere Mengen für etwas höheren Preisen gekauft, dafür aber zu wissen, wo das Essen herkommt.

Derzeit läuft es aber noch so dass ich verschiedenste Höfe und Direktvermarkter durchprobiere, um für mich die optimalste Variante bei meinen Einkäufen zu finden, die gleichzeitig die kürzesten Wege bedeuten.

Gewichtsmässig tat sich nicht sehr viel. Nur 3 Kilo gingen verloren.

Dafür hat sich mein Rücken stabilisiert. Ja, er muckt noch, aber er legt mich nicht mehr den ganzen Tag flach. Je mehr ich in Bewegung komme, desto weniger wird der Schmerz.

Und da ich bis auf zwei Mal die Woche in der Regel zu Fuß an die Arbeit gehe, stabilisieren sich auch die Schritte am Tag etwa bei der 5.000er Marke. Dafür das es Zeiten gab, wo ich kaum über die 1000 Schritte kam, eine deutliche Verbesserung.

Dies bestätigte sich beim Trainingstermin letzte Woche. Ich fuhr wieder mal nach Erfurt und wähnte mich eigentlich in dem Bereich „Du kannst eh nichts…“ Übungen im Sitzen mit der Hantel. Liegestütz im Stehen gegen die Sprossenwand.

Nun hat man nicht überall gerade eine Sprossenwand dabei. Aber als Ersatz geht auch ein Geländer oder ein Baumstamm.

Dann noch Übungen mit sogenannten Widerstandsbändern. Das sind Zugbänder wie man sie früher vom Expander kennt wo man die interessantesten Übungen machen kann. Für mich sind das noch nur reine Zugübungen, aber ich habe diese hinbekommen.

Das Ende vom Lied war, das ich meine kleinen Hanteln rauskramte und bei einer Agentur zum Testen für meinen Blog ein Set Widerstandsbänder bestellte.

Wir einigten uns darauf, dass wir keine festen Zahlen festlegen, an der wir am Jahresende den Erfolg messen. Das Gewicht muss nur konsequent weiter nach Unten gehen, die Beweglichkeit, die Schmerzen kontinuierlich nach oben. Und wir sind uns eigentlich auch einig, dass wenn sich da der Erfolg einsteht, die meisten gesundheitlichen Probleme wieder aus meinem Leben verabschieden werden.

Soweit zu den positiven Dingen. Es lief natürlich nicht immer alles nur wie in einer rosa-roten Wolke.

An einem Tag waren Gewitter angesagt. Das Gewitter kam, zog ab und der Wetterfilm zeigte, dass in einer guten Stunde der nächste Regenguss kommen würde. Training im Regenwetter, dazu hatte ich keine Lust. Da viel mir ein das ich noch nie an dem anonymen Grabfeld meiner Mutter war. Unser Friedhof liegt an einer Hanglage. Nicht ganz 800, 900 m geht es geradeaus und stätig bergauf. Das war kein Problem, trotzdem werde ich nicht zum stätigen Friedhofsgänger.

Unser Haus liegt etwas höher als die Innenstadt. Egal wie man geht, man hat eine mal mehr, mal minder steile Steigung vor sich. Nun ist der Weg den ich von der Arbeit heim gehe normal gut machbar. Aber diesmal hatte ich mir die kurz und knackig variante vorgenommen. Nicht mal 150 m, Höhenunterschied nicht ganz ein Wohnhaus. Was sich nach Peanuts anhörte und mit entsprechenden Wiederholungen ein gutes Trainingsprogramm darstellen könnte, erwies sich als Belastungsprobe.

Ich ging, ich kam gerade so an. Zum Ende meinte mein Kreislauf mich ins Kinderkarussell und Riesenrad gleichzeitig setzen zu müssen. Mein Herz sagte deutlich „Mach das heute nicht nochmal!“ Ich stand fast 10 Minuten im strömenden Regen und wartete darauf, dass ich wieder runterkam um die letzten 200 m nach Hause zu gehen.

Vielleicht war es das Wetter, vielleicht der Kreislauf. Aber es war nicht schön. Und ich werde beim Besuch kommende Woche wegen meines zweiten Impftermins mit dem Doc darüber reden.

Derweil warte ich auf mein Band zum Trainieren und freue mich schon darauf Bäume bei meinen Runden quälen zu dürfen, auch wenn die Leute sicher sagen werden: „Ist der noch ganz dicht…“ wenn sie die Eleganz meiner Übungen gewahr werden.

Foto: Norbert Beck/Layout: canvas/Norbert Beck

Hat Dir Gefallen was Du gelesen oder gesehen hast? Dann teil den Beitrag doch einfach in den sozialen Medien.
Kommentare zu den Beiträgen sind immer gerne willkommen.
Du hast Tipps oder Anregungen? Dann schreib mir doch unter blog@norbx.de.
0 0 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments