Die Geschichte von norbx.de ist eigentlich meine Geschichte. Im März 2011 fand der erste Anlauf gegen die Kilos von mir Norbert Beck statt. Die Anfänge lagen in Tagebüchern in den Foren von abnehmen.com und laufforum.de. Weit über 80 Kilo habe ich in damals in etwa mehr als 1 1/4 Jahren abgenommen, wieder mit den Laufen angefangen und mich dabei nicht so wirklich ernst genommen.

Durch die humorvolle und lockere Art folgten mir zahlreiche Abnehmwillige und Laufbegeisterte. In manchen Punkten wurden meine Beiträge fast schon Kult. Allerdings barg die tägliche Berichtsform mit den direkten Reaktionen auch eine Probleme. 10 diskutierfreudige Follower brachten 20 verschiedene Meinungen, am Ende stand mehr Diskussion als Fortschritt in den jeweiligen Treads.

In dessen Folge setzte ich meine Arbeit dann in einem eigenen Blog erst auf Joomla-Basis, später dann in einem WordPress-System fort.

Mit steigendem Beitragsvolumen, stiegen auch die Zugriffszahlen, so das bis Ende 2017 stabil 10.000 Seitenzugriffe pro Monat überschritten wurden.

Auch Läuferisch ging es immer weiter bergauf. Halbmarathons, Saisons mit etwa 40 Wettkampfteilnahmen in einem Jahr, ein verkorkster Marathonstart. Nur leider blieb es nicht auf diesem Niveau.

Mit steigendem gesundheitlichen und privaten Problemen zog ich mich immer mehr aus der Online-Welt zurück. Die Pflege meiner Mutter fraß immer mehr Zeit und meine ohnehin schon angeschlagene Gesundheit auf. Ab einem gewissen Punkt funktionierte ich nur noch, wohl wissend das es mir eigentlich Scheisse ging. Es musste immer irgendwie weitergehen, damit ich meiner Mutter noch ein paar lebenswürdige Jahre bieten konnte.

Zum Herbst 2020 deutete sich ein erstes Comeback an. Ich begann wieder hier und da Berichte zu schreiben.

Leider verschlechterte sich dann im Januar 2021 die Lage um meine Mutter, bis diese gegen Ende desselben Monats dann überraschend nach kurzem Krankenhausaufenthalt verstarb. Ein großes Loch tat sich auf. Ich musste nicht mehr für jemand anderes sorgen. Irgendwann füllte aber die Sorge um die eigene Gesundheit, diese Leere.

Die Kilos hatten sich wieder herangeschlichen, nachdem ich fast 7 Jahre auf einem guten Weg war. Dank eines Medizinerinnenfehlers in Sachen Infekten kam noch ein chronisches Bronchial-Asthma hinzu, der Rücken macht durch die ständige Überlastung vom Heben meiner Mutter Probleme, Herz und Kreislauf sind an der Belastungsgrenze, der Magen spielt nicht richtig mit. Wäre ich ein Auto würde man von einem kapitalen Motorschaden reden oder im versicherungsdeutsch von einem wirtschaftlichen Totalschaden sprechen.

Ziemlich genau zum 10jährigen Jahrestag hieß es dann wieder auf die Reise zu gehen, einer Reise zu weniger Kilos, zu einer besseren Gesundheit und wo es am Ende hoffentlich auch wieder ans Laufen geht.

Viele Begleiter von früher sind wieder dabei. Und schon auch in den ersten Wochen ziehen die Besucherzahlen wieder an. Diesmal gibt es allerdings nicht nur was zu lesen, sondern ein Podcast, der ebenso unter dem Namen: “Ich bin schlank, man sieht es nur noch nicht!”. Natürlich ist das ein oder andere zum schmunzeln dabei. Man sollte sich niemals zu ernst nehmen. Und wohl dem, der sich noch selbst auf dem Arm nehmen kann.

Vom Humor her liege ich irgendwo zwischen der entwaffnend-offenen Ernsthaftigkeit eines Bernd Stelter, der Ironie des Altmeister Dieter Hallervorden und dem Meister des nützlichen und unützlichen Wissens Bernd Hoecker. Allerdings wird es auch immer wieder ernste Themen geben.