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See you in the movies…

Was in den letzten Jahren so ins Kino kam, hat mich nicht immer umgehauen. Klar, da waren Marvels Avengers die einen Bombast-Rekord für die Ewigkeit hingelegt haben. Starwars hat eine neue Trilogie bekommen. Aber wirklich neues scheint es nur wenig in den Kinos zu geben. Gerade Starwars war für mich eine kleine Enttäuschung, irgendwie fühlte sich die dritte Trilogie in Teilen wie eine Wiederholung der vergangenen Filme an. Gute Unterhaltung, aber nichts was irgendwie größer in Erinnerung bleiben müsste.

Aber auch so gab es den ein oder anderen Film, wo ich sage: „Ja, kann man mehr als einmal ansehen.

Kingsmen – The Secret Service

Gewalt bis in den Splasher-Bereich, aber nie Böse, eher übertrieben teilweise übertrieben komisch. Natürlich nimmt man Anleihen, aus den bekannten Agentenuniversen, sei es James Bond – mit der Übertreibung der Gentleman-Attitüde „Manners maketh man.“, sei es mit Kampfszenen und technischen Spielereien, die einem Jason Bourne oder einem Ethan Hunt aus Mission Impossible würdig wären. Und ein bischen Dr. Doolittle ist auch drin in Form des neuen Kingsman Eggsy, der sich vom kriminellen Mauerblümchen zu einen unkonventionellen Gentleman-Spion entwickelt.

Besonders leben tut der Film aber durch das gute Zusammenspiel der Darsteller. Insbesondere das Trio Collin Firth, Taron Egerton und Mark Strong tun hier gute Arbeit, genau wie Samuel L. Jackson, dem man den Spaß an der Rolle des sowohl steinreichen als auch geisteskranken Bösewicht Valentine anmerkt.

Auch die Fortsetzung „The golden Circle“ ist durchaus sehenswert, teilweise sogar noch makabrerer, auch wenn diese von vielen Kritikern als deutlich schwächer angesehen wird.

Ich liebe an dieser Filmreihe, dass man die die Vorbilder merklich auf die Spitze treibt, aber ohne diese durch die Scheisse zu ziehen. Dieses Jahr soll dann nach mehrfachen Verschiebungen das Prequel The Kings Man – The Beginning im Sommer dann endlich in die Kinos kommen, bevor eine dritte Fortsetzung die Triologie abschließt.

Ready Player One

Die Zukunft. Die Menschen leben mehr oder weniger in irgendwelchen Slums. Um ihren Alltag zu entfliehen, begeben die Menschen sich in eine virtuelle Welt namens Oasis. Deren verstorbener Gründer Halliday eine wilde Rally von Aufgaben und Rätzeln aufgestellt hatte, die den Schlüssel zu dieser virtuellen Welt beinhaltet.

Auf der einen Seite hat man die Player um Parzival, welche die Oasis vor der kommerziellen Ausschlachtung durch einen Konzern namens IOI retten wollen und eben diesen Konzern, der in Form dessen Vorstands Nolan Sorento sogar über Leichen gehen würde, nur um an die Macht der Oasis zu kommen.

Der Weg zu dem Easteregg damit zum Schlüssel zur Oasis, gerät dabei zu einer wilden Achterbahnfahrt mit Reminiszenzen wie zur Suche nach dem Heiligen Gral, als zu Filmen wie Tron, Mad Max, A-Team, Zurück in die Zukunft, aber auch dem Giganten aus dem All, Videospielen wie Overwatch und Ultraman. Steven Spielberg bedient sich bei der Filmumsetzung der Romanvorlage von Ernest Cline quer durch die Verweismöglichkeiten der Popkultur von den wilden Siebzigern bis in die Neuzeit.

So ist ein liebenswerter, aber auch spannender und actionreicher Film entstanden, der von bekannten Elementen nur so wimmelt, aber nie aus der Zeit gefallen scheint.

Im vergangenen Jahr hat Cline die Fortsetzung Ready Player Two veröffentlicht. Nach dem Ergebnis hat dieses Buch gute Chancen auch als Film umgesetzt zu werden.

Love, Simon

Ein Film, der so gar nicht in die Reihe der aufgezählten passen will ist „Love, Simon“. Die Drama-Filmkomödie geht um den 17jährigen Simon Speers, der ein Geheimnis hat. Er ist schwul. Als solcher schreibt er anonym mit einem anderen schwulen Jungen. Sein Geheimnis droht gelüftet zu werden, als zufällig ein Mitschüler an einem Computer kommt, wo der Mailaccount von Simon noch offen war.

Der Film erzählt unangestrengt vom Leben der fast erwachsenen Freunde auf der High School, deren Beziehungen, den auf und abs und dies, ohne das Umfeld der heilen Mittelklassewelt anzutasten. Dies ist auch gut so. Denn mehr würde sicher den ein oder anderen, ob der ungewöhnlichen Geschichte, die hier erzählt wird zu überfordern.

„Jeder verdient seine große Lovestory“, ein Satz, der so ähnlich von der Hauptfigur Simon kommt, könnte von jedem Menschen ohne weiteres unterschrieben werden. Und so kann auch so ziemlich jeder die Wellen der Gefühle nachvollziehen.

Wo durch den Film punktet ist die offene Ehrlichkeit. Man nimmt den Personen die Story einfach ab.

Allerdings mahnt der Film auch, dass selbst heute im 21 Jahrhundert anderssein immer noch den Touch von etwas Verwerflichen zu haben scheint und etwas ist, womit man den anderen scheinbar erpressen kann.

Persönlich sehe ich den Film in den Schulen. Denn dieses „Anderssein“, egal ob des die Herkunft, sexuelle Ausrichtung, Hautfarbe, Behinderung ist, ist nichts wofür sich ein Mensch schämen, geschweige den rechtfertigen müsste.

Wenn ich vielleicht einen Kritikpunkt habe, ist das das Ende vielleicht einen Tick zu zuckersüß rüberkommt. Was mich aber überrascht hat, dass sich eines der großen Filmstudios an dieses Thema herangetraut hat.

In diesem Sinne, lassen wir es mal fast so Enden wie „Love, Simon“ anfängt: „Wir haben alle unser großes Geheimnis…“

Dies waren drei der Filme, die ich durchaus empfehlen kann. Sicher gibt es noch den ein oder anderen der auch in diese Rubrik fallen könnte… davon aber vielleicht später.

Fotos: diverse Filmbilder

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