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Ballastfrei – Minimalismus und seine positiven Auswirkungen

Ein alter Spruch sagt, dass weniger manchmal eben mehr ist. Von der mathematischen Seite ist das natürlich absoluter Blödsinn. 7 Euro sind mehr als 6. Punkt. Basta. Allerdings gibt es eben Situationen, wo weniger echt mehr sein kann. Habe ich sieben Äpfel, so kann ich einen großen Apfelkuchen machen. Habe ich drei Äpfel und drei Birnen, habe ich zwar eine Frucht weniger, kann dafür aber je einen kleinen Apfel- und Birnenkuchen machen und hab so zwei verschiedene Kuchen.

Auch im Leben gibt es Situationen, wo weniger manchmal mehr ist. Minimalismus ist das Zauberwort. Ihr habt sicher auch schon Berichte über absolute Minimalisten gesehen. Wie Wohnung spärlich und funktionell eingerichtet. Der Kleiderschrank mit einer Handvoll ähnlicher Klamotten bestückt, die beliebig Kombinierbar sind. Wenig Eigentum und auch wenig Ballast.

Was soll nun der Vorteil des ganzen sein?

Weniger Besitz heißt weniger Ballast. Weniger was man verlieren kann, weniger was kaputtgehen kann. Man muss weniger Aufwand betreiben, um Ordnung zu haben und alles am Laufen zu bekommen. Es nimmt den Druck mit anderen mithalten zu müssen. Natürlich gibt es auch weitere Punkte wie: Ein gesenkter Stresspegel, man spart Platz und nicht zuletzt Geld.

Müssten wir jetzt nicht dann alle gleich umsteigen?

Nein, beim besten Willen natürlich nicht. Wenn man Handlungen erzwingt, werden diese als belastend empfunden und was eine Belastung ist, hält man eh nicht durch.

Wie fängt man an?

Am besten da, wo es am schnellsten Erfolge zu sehen gibt. Bad, Küche, Kleiderschrank, das sind gute Ansatzpunkte. Mit der Zeit hat man so viel angesammelt, dass man oft genug gar nicht mehr im Überblick hat, was man besitzt oder nicht. Gerade der Kleiderschrank, mit oftmals lange schon nicht mehr passenden Klamotten, die man nur der Erinnerung wegen noch aufhebt, ist dort ein Hort von Ballast.

Trenne Dich von dem Dir nichts bringt!

Eine Jeans wo Du nicht mal den Reißverschluss zubekommst, nutzt Dir nicht, wird die auch in absehbarer Zeit nichts nutzen. Genauso wenig wie drei Kartoffelpressen oder anderes was man Doppelt und Dreifach besitzt. Hier ist es am einfachsten sich von diesen Dingen zu trennen, weil wenn die Sachen weg sind, man weiter noch eine funktionierende Presse oder Platz für eine neue Jeans – die nun aber passt – hat.

Mach nicht alles auf einmal!

Natürlich kann man einen Radialschlag machen, aber dann wirkt man sich schnell in den eigenen vier Wänden fremd. Besser ist es Raum für Raum vorzugehen. Ein Korb wöchentlich oder eine Kiste, die irgendwo rumsteht, reichen aus, bieten Platz für Erfolg und ebensolchen in der Wohnung.

Anfassen ist OK

Nimm die Sachen in die Hand. Spürst Du nicht direkt Wärme oder eine Verbindung, ist es eine gute Chance, das Teil wegzugeben. Von Sachen zu denen man ein gleichgültiges Gefühl hat, trennt man sich einfacher.

Weitergeben – nicht wegwerfen

Sind die Sachen, die Du loswerden willst noch OK, dann gib diese weiter. Ob das per Ebay, Kleinanzeigen oder einem Flohmarkt passiert, und man die Sachen noch versilbert oder verschenkt spielt keine Rolle.

Den neuen Platz nicht gleich wieder ausnutzen

Wir kennen das… kaum ist neuer Platz, da will man diesen wieder füllen. Überlegen wir aber richtig, werden wir darauf kommen, wie viel Geld wir für Dinge ausgegeben haben, die wir am Ende doppelt besitzen und/oder nicht wirklich brauchten. Das Geld könnte man auch sparen oder für sinnvollere Sachen nutzen.

Einfache Möglichkeiten zu Minimalismus zu proben ist die Kleidung:

Einfache Kleidung, die universal kombinierbar ist. Meist handelt es sich hier um Basis-Teile, die ohnehin günstiger zu kaufen sind. In der Regel spart man sich auch Zeit, wenn mal was kaputtgeht. Man weiß ganz genau, was man nachkaufen muss. Also braucht man keine Entscheidungen zu treffen, ob man Teil A kauft, was nicht mit Teil B, aber dafür mit C passt und so weiter. Spart Zeit und Geld.

Urlaub ist auch eine gute Chance. Die Ferienhütte in den Bergen, das ablegene Haus an der Küste ohne Handy und ohne Internet, das entschleunigt und lernt uns selbst besser kennenzulernen.

Wenn man schon entrümpelt kann dies auch den Kalender treffen! Jagd bei Euch ein Termin den anderen macht ihr etwas falsch. Falsch für Euere Gesundheit, falsch für die Entspannung. Ein entrümpelter Kalender heißt Zeit für sich zu haben.

Durch den Tod meiner Mutter habe ich angefangen zu entrümpeln und irgendwo bin ich hier an einem Punkt, wo ich schon sage, dass weniger oft einfach mehr ist. Man braucht keine Nicer Dicer und andere Küchenspielzeuge, wenn man auch mit ein paar guten Messern würfeln, vierteln und in Scheiben schneiden kann. Es braucht auch weniger Platz und ist weniger zu spülen.

Gut, als jemand der bei den Klamotten noch bei 3XL+ liegt, ist Capsule Wardrobe nicht einfach, aber mit schwindenden Kilos klappt auch das. Man gewinnt Platz und auch der Stress wird weniger, weil man einfach weniger Sachen von A nach B und wieder zurückräumt. Und beim verticken der Sachen bekomme ich auch Geld für meinen nächsten Urlaub. Nordsee. Wieder eine Wohnung direkt hinterm Deich, zum Entschleunigen.

Foto: canva PRO / Layout: Norbert Beck und canva Pro


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Norbert Beck

Einst wollte er nur laufen, dann kamen gesundheitliche Rückschläge, die Pflege eines Angehörigen und damit ein jahrelanges Leben am gesundheitlichen Limit. Nun ist er wieder auf dem Weg zurück und sagt immer noch "Ich bin schlank, man sieht doch nicht!" Seine Ziele: Gesünder leben, Kilos verlieren, Spaß haben und irgendwann wieder laufen.
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