Meine Woche – Woche 18/2021

Diese Woche bin ich also 48 geworden. Zwei Jahre noch, dann beginnt das Zeitalter mit der 5 vorne dran. Eigentlich die Zeit sich einen Ferrari zu kaufen und Frauen und oder aber Männer (je nach eigener Präferenz und Geschmack) von unten an zu sehen.

So ein Flitzer kompensiert einiges. Zu kleines Selbstbewusstsein, zu kleines Genetial, zu großer Bauch, Six-Pack im Kofferraum statt über den Hosenbund, sogar die ersten grauen Haare… sobald Du einen Nobelhobel mit massig PS dein eigen nennen kannst, ist das egal. Das Auto macht dich sexy, anbetungswürdig, liebenswert was auch immer du willst und solang Du daran glaubst. (mehr …)

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Der Landpirat – Ein Mann und seine zwei Heimaten

Um es gleich mal klarzumachen, ich bin gebürtiger Dietemann. Dietemann, das ist man, wenn man in der kleinen verträumten nordhessischen Stadt Eschwege geboren ist. Meine Definition von Dietemann ist, wenn man weit weg war und dann ins Werratal kommt, den Leuchtberg und den Leuchtturm von der Ferne sieht und sich aufs Heimkommen freut. Was aber, wenn man nicht nur ein Zuhause hat?

Zum Reisen bin ich verhältnismäßig spät gekommen. Meine Eltern hatten ein Haus gekauft, stotterten dieses brav – wie so viele in Ihrer Generation ab – und waren ebenso oft genug am Limit des Geldes. Urlaub? Was ist das. Immer gab es irgendwo was zu werkeln, immer ging irgendwo was kaputt. (mehr …)

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Das erste Training – Gescheitert an sich selbst

Was habe ich mich gefreut, als ich endlich die Verordnung für Rehasport in den Händen hatte, die Krankenkasse, dies alles genehmigte und ich meine ersten Termine für den Kurs bekam. Ich hatte meine Brooks Adrenaline rausgekramt, die ich im letzten Herbst bestellt und bewusst für ein Studiotrainings zurückgelegt hatte. Ich hatte Badetücher bestellt zum Geräte abdecken und mir ausgemalt, wie großartig alles werden würde.

Ein ehemaliger Handballtrainer arbeitet in der Rehaeinrichtung. Dieser kennt mich noch von früher und begrüßte mich freudig. Papiereaustausch. Einchecken mit der Krankenkassenkarte. (mehr …)

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Meine Woche – Woche 17/2021

„Du hast zwei linke, linke Hände“, hat mein Vater immer zu meinen handwerklichen Fähigkeiten gesagt. Kein Wunder, er hatte Baumaschinen-Schlosser gelernt. Arbeitete im Bergbau, später wieder in seinem eigentlichen Beruf und was Handwerk betraf hatte er Geschick bis zum geht nicht mehr. Ich bin beim Kreischen der Kreissäge freiwillig aus dem Keller verschwunden.

Vielleicht war das eine der wenigen Sachen, die mir mein alter Herr übelgenommen hat, dass ich damals in einen kaufmännischen Beruf ging und nicht wie er dem soliden Handwerk frönte. So einige Sachen habe ich dann aber doch bei ihm gelernt. In seinen letzten Jahren bekam er unerklärliche Zitteranfälle. Er stand dann mit einer Schleifhexe an der Treppe und wollte eine scharfe Kante wegmachen, und drohte mehr sich, als das Metall an der Treppe zu verstümmeln. Ich hatte mich überwunden und dann selbst Hand angelegt. Sein Kommentar war nur: „Schön ist anders, aber immerhin kann sich keiner mehr weh tun.“ (mehr …)

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Diskussion und Kultur

Habt Ihr auch die Videos von diesen Knallköppen gesehen? Schauspieler die sich erdreisten, Dinge in diesem Land sarkastisch, zynisch, satierisch zu kritisieren. Diese Nazibande aus rechtsdrehenden Schrubilanten. Sowas geht ja mal gar nicht. Und wie die die Pfleger und Ärzte beleidigen, auch wenn sie eigentlich nichts sagen. Und die Toten erst, so eine Frechheit. Und dann machen diese Kappen nicht mal Vorschläge die man auseinander nehmen kann.

Na, findet Ihr Euch in den Worten wieder? Dann gehört ihr wahrscheinlich genau, zu denen die ich ansprechen möchte.

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Meine Woche – Woche 16/2021

Was für eine Woche. Der Wochenanfang war noch im Stern des abklingenden Durchfalls. Ein vorsichtiges Herantasten beim Essen. Wobei ich hier insgesamt noch um ein Konzept ringe, wann es warmes Essen gibt und wann nicht. Mittags im Büro geht nur wenn ich abends vorkoche. Abends muss ich aber eh was machen. Ich habe aber nicht abends Zeit, abends was zu machen und aber vorzukochen. Insbesondere wenn es dann wieder ans Training geht, dann wird abends die Zeit eher knapp.

Ein ganz klein wenig Bewegung gab es dann überraschend auch. Eigentlich hatte ich mich nach dem Feierabend, für eine Aktion in einem Spiel angemeldet. Als ich dann zu dem Punkt kam, niemand weiter angemeldet war und den sonnigen Himmel sah, gleichzeitig aber feststellen musste, das da wo ich hin musste alles zugeparkt war, trat ich wohlig auf das Gaspedal, meldete mich an einem Haltepunkt ab und verschwand gen Meissner. (mehr …)

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Wer hat Angst vorm bösen Wolf – Isegrims gefürchtete Rückkehr

Er ist wieder da! Der Wolf zieht wieder durch unsere Lande. Bei uns im Kreis haben vor wenigen Tagen ein Bürgermeister einer Kleinststadt, sowie sein Amtskollege aus einer benachbarten thüringischen Gemeinde, die Leute scheu gemacht, wegen Tierrissen, die potentiell von einem Wolf kommen könnten. Letztlich hat sich der Verdacht nicht bestätigt, aber die Diskussion die darüber entstand fand ich schon recht fragwürdig.

Die Quintessenz war quasi: Das Vieh muss weg. Der böse Wolf. Was der mit den armen Schafen, Ziegen und Rindviechern macht, das geht so nicht und was wenn dieser meinen Kindern…? Tötet das Tier! Sofort. (mehr …)

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Ich glaube, Sie wollen sich gar nicht operieren lassen

Schon als ich den Stuhl im Wartezimmer in besetzte, pochte in meinem Kopf eine Frage: “Was mache ich eigentlich hier?” Von der Adipositassprechstunde hatte ich vor etwa 10, 15 Jahren schon mal was gehört. Da waren Berichte in der Zeitung von Menschen mit zuviel Kilos, die sich in regelmäßigen Zirkeln untereinander austauschen. Fachmediziner unterstützten die Abnehmwilligen bei ihrem schwierigen unterfangen, sich zu erleichtern.

Was mich stutzig machte war, das nirgendwo mehr Termine von diesen Zirkeln hingen und der Fachmediziner, der dieses Zentrum leitete war ein Chirurg. Warum kein Arzt der sich mit Magen und Darm, Ernährung oder innerer Medizin auskannte? (mehr …)

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Meine Woche – Woche 15/2021

Ich könnte meinen Wochenbericht diese Woche sehr kurz machen, ein Wort reicht dafür aus: Scheisse.

Nun würde der ein oder andere sagen: “Scheisse sagt man nicht?” Nur, wie soll man es anders nennen, wenn man fast die ganze Woche auf dem stillen Örtchen verbringt.

Am Dienstag fing es schon an, das ich mit Durchfall zu kämpfen hatte. Mittwoch war ich dann bei der Apotheke, hab mir was freundliches geholt, was die Sache nur noch schlimmer machte. Denn jetzt hatte ich nicht nur durchfall, sondern auch noch Magenkrämpfe und Schmerzen. Ich schleppte mich durch den Arbeitstag und blieb dann am Donnerstag zuhause. Arztbesuch erst am Freitag möglich. (mehr …)

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Die Luca-App und der heilige Gral

Hört man sich um, scheint die Luca-App der neue heilige Gral für den Weg aus den Corona-Regeln zu sein. Nachdem der Staat seine Corona-App versaubeutelte und heute von dieser kaum noch mehr spricht, hört man allentwegen nur noch von der Luca-App, die von Smudo, einem Sänger der Fanta4 beworben wird. (mehr …)

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