Zeitfresser sind eine Aktivität oder ein Umstand, der viel Zeit in Anspruch nimmt, ohne dabei einen angemessenen Nutzen oder Fortschritt zu bringen. Zeitfresser sind häufig ineffizient und lenken von wichtigen Aufgaben ab, wodurch die Produktivität und die effiziente Nutzung der Zeit beeinträchtigt wird. Beispiele für Zeitfresser können unter anderem endlose Meetings, E-Mails, soziale Medien und ineffiziente Arbeitsprozesse sein.
Einer dieser Zeitfresser war bei mir WhatsApp.
Und mal ehrlich, wie sinnfrei da so manches ist. Nicht allein Gruppenchats, sondern oft genug auch Einzelchats, in denen dann über den Tag mehrfach ein und dasselbe Bild kommt, über das man lachen soll, was man zehnfach zwischenzeitlich aber auch auf Facebook, Instagram und Co. gesehen hat.
Auch die falsche Selbstverständlichkeit bei der Kommunikation.
"Kannst du mal…?"
"Ich bin zurzeit krank."
"Oh, das ist schlecht, aber kannst du mal?"
Noch lustiger ist es, wenn die Nachricht eingeht und 5 Minuten später kommt: „Warum hast du noch nicht geantwortet?“ Das heißt, egal was mit dem anderen ist, man erwartet, dass der andere 24/7 online und antwortbereit ist. Egal, ob der andere anderweitig beschäftigt, krank oder auf dem Mond ist, er hat für einen da zu sein.
Was waren das früher noch für schöne Zeiten, als man persönlich zu jemandem hingegangen ist, wenn man etwas von ihm oder ihr wollte. Und man hat vorher zumindest noch überlegt, ob das, was man will, überhaupt notwendig ist.
Ich habe Anfang Mai WhatsApp deinstalliert. Einfach die App vom Handy entfernt und Schluss.
Und ich muss sagen: Es geht mir besser damit. Kein „Piep Piep“ alle paar Minuten mehr, was mir signalisiert, dass ich sofort aufs Handy gucken muss, weil der andere ja beleidigt ist, wenn ich in 5 Minuten nicht antworte. Keine sinnfreien Konversationen mehr.
Das Paradoxe ist: Gemerkt hat es scheinbar bis heute nur eine Person. Oder anders formuliert: Nur eine Person hat es für nötig gehalten, mich auf einem anderen Weg zu kontaktieren. Heißt für mich: Dann kann der Rest nicht so wichtig gewesen sein.
Ich habe schon andere Plappernetzwerke für mich aussortiert.
Discord, da mochte ich die Nutzungsbedingungen nicht. Ich finde es nicht lustig, wenn sich ein Chatnetzwerk das Recht rausnimmt, meine Konversationen so zu benutzen, als wären sie deren Eigentum. Denn letztlich behält sich Discord das Recht vor, die Daten auszuwerten und ggf. sogar weiterzuverkaufen.
Telegram ist für mich ein Schwurbelnetzwerk, wo die kommunizieren, die glauben, dass sie dort anonym sind. Den Account gibt es noch, aber nur, weil bei meinen Diensten, die ich zu Hause laufen habe, dort ein Kanal als Notbenachrichtigungskanal läuft, für den Fall, dass meine private Rocketchat-Instanz mal aussteigt.
Und wie soll man mich jetzt erreichen? Ja nun. Wie hat man es früher gemacht? Man ist mal vorbeigekommen. Man hat mal angerufen. Man hat mal eine Mail oder einen Brief geschrieben. Funktioniert alles auch heute noch. Und meist schaltet man, bevor man das macht, auch das Hirn erstmal ein, ehe belanglos daher geplappert wird.
Ich vermisse WhatsApp nicht. Mein Handy glaube ich auch nicht.
Beitragsbild: Norbert Beck / Beitragsbild-Layout: Norbert Beck
Logo: WhatsApp Inc.
Rechtschreibung
Die Interpunktion und Orthographie dieses Textes sind frei erfunden. Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Rechtschreibregeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
Fehler? Klar, ich bin auch nur ein Mensch! Vor der Veröffentlichung lasse ich meine Blogposts von einer KI (z. B. ChatGPT) auf Rechtschreibung und Grammatik prüfen, um die gröbsten Patzer auszumerzen. Das Ergebnis ist sauberer als so mancher Zeitungsbeitrag – und das will was heißen! 😉
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