Wer meine Videos kennt, weiß: Ich probiere gerne irgendwelchen Blödsinn aus. Manchmal funktioniert er sogar.
Inzwischen habe ich beispielsweise herausgefunden, wie ich mich in einem Video mehrfach auftauchen lassen kann. Plötzlich kann der Landpirat mit dem Landpiraten diskutieren. Großartig. Damit wäre das Problem mit fehlenden Mitspielern also gelöst.
Dachte ich zumindest ungefähr fünf Minuten lang.
Denn egal, was die Technik inzwischen alles kann: Irgendwann kommt beim Filmen der Moment, an dem man feststellt, dass ein zweiter Mensch gerade verdammt praktisch wäre.
Jemand, der mal eben die Kamera hält. Der schaut, ob das Bild wirklich so aussieht, wie man sich das vorgestellt hat. Der bei einer Szene eine helfende Hand gibt. Der vielleicht selbst vor die Kamera springt. Oder der einfach danebensteht und sagt: „Die Idee ist schon ziemlich bescheuert. Aber wenn wir es so machen, könnte es funktionieren.“
Und ich glaube nicht, dass das nur mein Problem ist.
Da draußen sitzen doch noch mehr von uns
Es gibt schließlich noch mehr Menschen, die Videos drehen, fotografieren, bloggen oder auf andere Weise irgendwelche kreativen Sachen machen. Manche schon seit Jahren, andere vielleicht erst seit ein paar Wochen oder mit der Idee im Kopf, endlich einmal anzufangen.
Und viele davon machen einen großen Teil alleine. Das funktioniert erstaunlich gut. Smartphone, Stativ, Mikrofon, Schnittprogramm – fertig ist das kleine Ein-Mann-Fernsehstudio.
Nur eben nicht immer.
Deshalb kam mir irgendwann eine ziemlich einfache Frage:
Warum kennen wir uns eigentlich nicht?
Ich rede dabei nicht davon, jetzt ein festes Team zu gründen. Ich suche auch keinen Kameramann für den Landpiraten. Und erst recht möchte ich keinen Verein mit Vorstand, Kassenwart und einer Jahreshauptversammlung, bei der über die neue Kamerastativordnung abgestimmt wird.
Meine Vorstellung ist viel einfacher: ein loses Netzwerk von Leuten aus Eschwege, dem Werra-Meißner-Kreis und der Umgebung, die selbst Videos, Fotos oder anderen Content produzieren und sich kennenlernen.
Alles kann, nichts muss
Das ist wahrscheinlich der wichtigste Satz bei der ganzen Sache.
Nur weil man sich kennt und vielleicht schon einmal gemeinsam etwas gemacht hat, entsteht daraus keine Verpflichtung. Niemand muss jeden Samstag irgendwo auf der Matte stehen. Niemand schuldet jemandem fünf Videos, weil der andere vor drei Wochen einmal die Kamera gehalten hat. Und wenn jemand gerade keine Zeit oder schlicht keine Lust hat, dann ist das eben so.
Vielleicht schreibt irgendwann jemand: „Ich habe da eine bekloppte Idee für ein Video, aber alleine bekomme ich die nicht hin.“
Und zwei andere antworten: „Klingt gut. Wann?“
Dann macht man etwas zusammen. Beim nächsten Mal ergibt sich etwas anderes oder auch einmal wochenlang gar nichts. Genau so stelle ich mir das vor.
Und vielleicht entsteht daraus noch viel mehr
Denn gegenseitige Unterstützung muss nicht bedeuten, dass einer vor der Kamera steht und der andere sie hält.
Viel spannender finde ich die Frage, was passieren könnte, wenn unterschiedliche Leute ihre Ideen zusammenwerfen. Warum sollte beispielsweise eine Geschichte immer auf demselben YouTube-Kanal stattfinden?
Sie könnte auf Kanal A beginnen, bei Kanal B weitergehen und ihr Finale auf Kanal C haben. Drei Leute, drei unterschiedliche Stile und trotzdem eine gemeinsame Geschichte.
Vielleicht entstehen gemeinsame Videos. Vielleicht taucht man gegenseitig als Gast auf. Vielleicht fährt man zusammen irgendwohin. Vielleicht entwickelt jemand eine Idee, auf die keiner der anderen alleine gekommen wäre.
Und vielleicht stellt man nach einem gemeinsamen Versuch auch fest: War lustig, machen wir aber besser nie wieder.
Auch das wäre vollkommen in Ordnung.
Keine Wunderwaffe für mehr Reichweite
Eines möchte ich dabei ausdrücklich nicht versprechen.
Ich weiß nicht, ob durch so ein Netzwerk irgendjemand mehr Klicks bekommt. Ich kann nicht versprechen, dass daraus größere YouTube-Kanäle, mehr Follower oder irgendwelche anderen beeindruckenden Zahlen entstehen.
Wer die geheime Formel dafür kennt, darf sie mir übrigens gerne verraten.
Natürlich können gemeinsame Projekte dazu führen, dass neue Leute auf einen Kanal oder eine Seite aufmerksam werden. Man kann voneinander lernen, Erfahrungen austauschen und vielleicht Dinge ausprobieren, an die man sich alleine nicht herangetraut hätte.
Aber für mich steht etwas anderes davor:
Es soll Spaß machen.
Wir machen diese Sachen schließlich, weil wir Bock darauf haben. Und wenn man sich dabei gegenseitig ein Stück weiterbringt, umso besser.
Also: Warum kennen wir uns eigentlich nicht?
Genau das würde ich gerne ändern.
Ich würde gerne einen kleinen Kreis von Leuten aus der Region kennenlernen, die selbst Videos, Fotos oder anderen Content machen – oder ernsthaft Lust darauf haben, damit anzufangen.
Keine riesige Organisation. Kein festes Team. Keine Verpflichtungen. Einfach ein paar Menschen, die wissen, dass es die anderen gibt.
Und wenn irgendwann jemand eine Kamera halten, vor einer Kamera stehen, eine Idee diskutieren oder bei irgendeinem vollkommen absurden Experiment mitmachen möchte, weiß man, wen man fragen könnte.
Wenn du aus der Gegend kommst, selbst Content machst oder damit anfangen möchtest und bei dem Gedanken gerade nicht sofort schreiend davongelaufen bist, kannst du dich gerne bei mir melden.
Vielleicht trinken wir einfach erst einmal einen Kaffee und lernen uns kennen. Vielleicht entsteht daraus irgendwann ein Video, eine vollkommen bescheuerte Idee oder sogar etwas richtig Gutes.
Alles kann. Nichts muss.
Bildinformationen:
Foto: Norbert Beck, mit ChatGPT bearbeitet
Komposition des Beitragsbildes: Norbert Beck/KI
Rechtschreibung
Die Interpunktion und Orthographie dieses Textes sind frei erfunden. Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Rechtschreibregeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
Fehler? Klar, ich bin auch nur ein Mensch! Vor der Veröffentlichung lasse ich meine Blogposts von einer KI (z. B. ChatGPT) auf Rechtschreibung und Grammatik prüfen, um die gröbsten Patzer auszumerzen. Das Ergebnis ist sauberer als so mancher Zeitungsbeitrag – und das will was heißen! 😉
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