Pokemon Karmesin und Purpur – Die Zukunft ist Vegangenheit

Ich hätte es wissen müssen. Die Warnungen waren so subtil wie ein Schlag mit dem Vorschlaghammer: Abstürzende Frameraten, Grafikfehler aus der Hölle und Wertungen, die Pokemon Karmesin & Purpur zielsicher in die untersten Schubladen der Switch-Geschichte beförderten. Aber wie das so ist mit der Nostalgie: Man hofft auf ein Wunder und bekommt stattdessen ein technisches Desaster.

Die Switch: Eine Konsole geht am Stock

Bevor wir zum Spiel kommen, müssen wir über die Hardware reden. Die Switch ist seit acht Jahren auf dem Markt, ein Nachfolger ist so unauffindbar wie ein Shiny-Pokemon im hohen Gras. Während auf anderen Konsolen Grafik-Wunderwerke laufen, kämpft die Switch schon damit, das Startmenü unfallfrei anzuzeigen. Trotzdem verlangt Nintendo regelmäßig 70 Euro für Neuerscheinungen. Hätte ich nicht ein Angebot für unter 30 Euro ergattert, würde ich heute vermutlich noch lauter schreien.

Hogwarts für Arme und die gruselige Nemila

In Paldea ist alles neu. Wir gehen zur Schule – wahlweise in die Orangen- oder Trauben-Akademie. Es fühlt sich ein bisschen an wie Hogwarts, nur ohne den Charme und mit deutlich mehr Pixelmatsch.

Und dann ist da Nemila. Eure „Rivalin“. Nemila sieht mit ihrem pubertären Äußeren aus, als wäre sie mindestens drei Jahre älter als unser kindlicher Hauptcharakter. Aber ihr Verhalten? Sagen wir es so: Man wartet eigentlich nur darauf, dass sie einen direkt vor den Traualtar schleift. Das ist kein freundschaftlicher Wettbewerb mehr, das ist schon fast ein Fall für die galaktische Super-Nanny. Keine Ahnung, was sich die Entwickler bei diesem „Crush“ gedacht haben.

Open World: Geh, wo du willst (auch wenn du dort stirbst)

Die klassische Route 1, 2, 3 ist Geschichte. In Paldea heißt es: Geh, wo immer du willst! Klingt toll, führt aber dazu, dass man entweder völlig unterfordert durch die Gegend spaziert oder versehentlich gegen Monster kämpft, die einen mit einem schiefen Blick aus den Socken hauen.

Die Story ist ein bunter Mix aus drei Pfaden: Die Arena-Challenge, der Kampf gegen das „Fieslingsteam“ Team Star und die Suche nach seltsamen Gewürzen mit einem jungen Mann, dessen Familiengeschichte so komplex ist wie eine Steuererklärung.

Grafik aus dem letzten Jahrhundert

Kommen wir zum Elefanten im Raum: Die Technik. Habt ihr schon mal einen Kampf in der Luft schwebend bestritten? Oder durch einen Felsen hindurch die Stadt auf der anderen Seite gesehen? In Paldea gehört das zum Standard. Sobald ein bisschen Gras ins Bild kommt, geht die Framerate so in die Knie, dass man meint, das Spiel liefe auf einem Taschenrechner.

Man schiebt die Schuld gerne auf die alte Konsole. Komisch nur, dass andere Spiele auf der Switch fantastisch aussehen, während Pokemon aussieht wie ein unfertiges Projekt aus dem Jahr 2005.

Das 70-Level-Turnier-Massaker

Die Story ist viel zu schnell vorbei. Während ich bei Pokemon Schild noch wochenlang beschäftigt war, reichten hier ein paar Abende. Und dann kam das große Turnier.

Ich gebe es zu: Ich habe fleißig Raids gemacht. Mein Team war auf Level 70+. Die Gegner im Turnier? Fast zehn Level darunter. Fragt bitte nicht, wie das Turnier gelaufen ist – es war kein Kampf, es war eine öffentliche Hinrichtung. Wer die Arenen nicht in der „richtigen“ Reihenfolge besucht, verbringt den Rest des Spiels damit, Gegner mit einer einzigen Attacke wegzupusten. Langweilig ist gar kein Ausdruck dafür.

Raids und die Kristall-Verwirrung

Raids sind die einzige Chance, den Pokedex vollzubekommen, ohne die eigenen Monster versehentlich zu atomisieren. Aber sie kranken an drei Dingen:

  1. Online-Mitspieler: Man ist auf deren (oft fragwürdige) Taktiken angewiesen.
  2. Die Terakristallisierung: Das neue „Monsterfeature“. Ein Kristall verstärkt Attacken, kann aber auch den Typ ändern. Als ob man sich nicht schon genug Schwächen merken müsste, muss man nun auch noch den geheimen Kristall-Typ einkalkulieren.
  3. Schwarze Raids: Warum existieren die, wenn sie sich anfühlen wie ein Kampf gegen eine Naturgewalt – völlig unschaffbar und frustrierend?

Fazit: Zeitreise gefällig?

Zeitreisen spielen in der Story eine Rolle. Vielleicht sollte das gesamte Franchise mal eine Zeitreise machen – zurück in eine Ära, in der Pokemon-Spiele noch mit Liebe zum Detail und technischer Sorgfalt entwickelt wurden.

Was bleibt, ist eine nette Unterhaltung für zwischendurch, die unter ihren eigenen Ambitionen und einer katastrophalen Technik begraben wird. Früher war vielleicht nicht alles besser, aber zumindest waren die Felsen damals noch aus solidem Pixel-Stein und nicht aus durchsichtigem Grafik-Nebel. Paldea? Kann man machen, muss man aber nicht.

Dieser Beitrag ist ein Repost eines Beitrags vom 06.01.2023. Der Beitrag wurde mit der Unterstützung von Google Gemini überarbeitet.

Foto: Nintendo und Gamefreak – Screenshot aus Pokemon Purpur / Beitragsbild-Layout: canva PRO und Norbert Beck


Rechtschreibung

Die Interpunktion und Orthographie dieses Textes sind frei erfunden. Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Rechtschreibregeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.

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Norbert Beck

Norbert Beck, Softwareentwickler aus Eschwege, jongliert seit über 20 Jahren mit Codes und IT-Systemen – nur die Schwerkraft leistet gelegentlich noch Widerstand. Als ehemaliger Marathon-Staffelläufer weiß er, wie sich Ausdauer anfühlt; heute praktiziert er „Sport trotz Masse“ und beweist, dass man auch mit ein paar Kilo zu viel im Gepäck kein Standbild sein muss. Auf landpirat.de dokumentiert er seine Mission zwischen gesunder Ernährung, technischem Tatendrang und dem ehrlichen Versuch, den inneren Schweinehund digital zu überlisten. Leidenschaftlicher Fotograf, engagierter Netzwerker und ein Typ, der lieber Lösungen baut als Probleme wälzt – immer mit einer Prise Selbstironie und der nötigen Portion nordhessischer Direktheit.

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