Der schmale Grat und die Schnelllebigkeit

Kennen Sie das? Man scrollt durch seine Timeline und hat das Gefühl, in einer Waschmaschine im Schleudergang gelandet zu sein. Alles blinkt, alles schreit, und nach zehn Sekunden ist die Sensation von eben schon wieder kalter Kaffee. Kürzlich las ich einen Blogbeitrag von AndySparkles über zehn Jahre Content Creation, und was soll ich sagen? Die Frau hat recht. Die sozialen Medien sind mittlerweile so schnelllebig, dass man schon beim Tippen eines Satzes Gefahr läuft, von der nächsten Trend-Welle überrollt zu werden.

Goldfisch-Gehirne und Optimisten

Ein Kumpel aus der Schweiz hat neulich Fotos von seinem Budapest-Trip veröffentlicht – wohldosiert in winzigen Häppchen. Seine Begründung: Die Aufmerksamkeitsspanne der User läge bei etwa zwei Minuten. Ich nannte ihn einen unverbesserlichen Optimisten. Zwei Minuten? Im Zeitalter von TikTok und Reels? Wer heute länger als fünf Sekunden braucht, um zum Punkt zu kommen, hat schon verloren.

Die Leute konsumieren heute keine Inhalte mehr, sie „snacken“. Man liest die Überschrift, versteht sie im Zweifelsfall falsch und ballert sofort einen Kommentar drunter, der rein gar nichts mit dem eigentlichen Text zu tun hat. Es ist ein digitaler Blindflug, bei dem die Beteiligten stolz darauf sind, den Boden unter den Füßen verloren zu haben.

Die Marionette am seidenen Feed

Früher – ja, rücken Sie sich die Heizdecke zurecht, jetzt kommt „Oldschool“ – haben wir in Foren noch echte Diskussionen geführt. Da wurde gelesen, nachgedacht und geantwortet. Heute soll man am besten dreimal täglich Content raushauen, Reels drehen und sich zum Affen machen, nur um im Blickfeld der Algorithmus-Götter zu bleiben.

Ich sage ganz ehrlich: Nicht mit mir.

Ich bin kein „Influencer“. Ich verdiene mein Geld in einem richtigen Büro bei einem richtigen Chef. Blogging und Podcasting sind für mich Hobbys, kein Hamsterrad. Wenn ich anfange, täglich zehn Storys zu posten, nur damit ich in eurer Timeline auftauche, dann bin ich am Ende nicht mehr ich selbst, sondern nur noch ein Sklave meiner eigenen Reichweite.

Authentizität statt Maskenball

Natürlich könnte ich anderen Honig um den Bart schmieren oder Trends hinterherrennen, die ich eigentlich zum Gähnen finde. Ich könnte gefährliche Klippen erklimmen, nur für das perfekte Selfie (Spoiler: Das Knie würde ohnehin streiken). Aber wofür?

Mein Ziel ist es, etwas zu sagen, wenn ich auch wirklich etwas zu sagen habe. Ich möchte authentisch bleiben. Authentizität ist für mich ein Wert, den man nicht gegen Follower-Zahlen eintauschen kann. Ich will keine Maske aufsetzen, um als „Creator“ wahrgenommen zu werden, während der echte Mensch dahinter vor lauter Stress die Lust am Hobby verliert.

Oldschool und stolz darauf

Manche nennen das „Oldschool“. Ich nenne es Selbstschutz. Wenn ich sehe, wie Leute wie Handyzombies durch die Stadt laufen, den Blick fest aufs Display getackert, während sie sich das nächste belanglose Video reinziehen – da wünsche ich mir manchmal ein herzhaftes „Doing!“, wenn sie gegen den nächsten Laternenpfahl knallen.

Ich will Menschen beeinflussen, ja. Ich will Wege zeigen, motivieren und meinen Senf zum Weltgeschehen geben. Aber ich will das in meinem Tempo tun.

Klar freue ich mich über Reaktionen. Ein Kommentar oder ein Like ist wie der Applaus für einen Künstler – es ist das Brot des Clowns. Um es mit einem rheinischen Kabarettisten zu sagen:

„Ich bin ein Clown und ich will gar nichts anderes sein…“

Aber ich bin ein Clown, der die Manege dann betritt, wenn er eine gute Nummer vorbereitet hat – und nicht, weil der Zirkusdirektor namens Algorithmus mit der Peitsche knallt. Bleiben wir also lieber echt statt perfekt. Wer kommt mit?

Dieser Beitrag ist ein Re-Post eines Post vom 27.09.22. Dieser Post wurde mit Hilfe von Google Gemini überarbeitet.

Foto: Norbert Beck / Beitragsbild-Layout: canva PRO und Norbert Beck


Rechtschreibung

Die Interpunktion und Orthographie dieses Textes sind frei erfunden. Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Rechtschreibregeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.

Fehler? Klar, ich bin auch nur ein Mensch! Vor der Veröffentlichung lasse ich meine Blogposts von einer KI (z. B. ChatGPT) auf Rechtschreibung und Grammatik prüfen, um die gröbsten Patzer auszumerzen. Das Ergebnis ist sauberer als so mancher Zeitungsbeitrag – und das will was heißen! 😉


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Norbert Beck

Norbert Beck, Softwareentwickler aus Eschwege, jongliert seit über 20 Jahren mit Codes und IT-Systemen – nur die Schwerkraft leistet gelegentlich noch Widerstand. Als ehemaliger Marathon-Staffelläufer weiß er, wie sich Ausdauer anfühlt; heute praktiziert er „Sport trotz Masse“ und beweist, dass man auch mit ein paar Kilo zu viel im Gepäck kein Standbild sein muss. Auf landpirat.de dokumentiert er seine Mission zwischen gesunder Ernährung, technischem Tatendrang und dem ehrlichen Versuch, den inneren Schweinehund digital zu überlisten. Leidenschaftlicher Fotograf, engagierter Netzwerker und ein Typ, der lieber Lösungen baut als Probleme wälzt – immer mit einer Prise Selbstironie und der nötigen Portion nordhessischer Direktheit.

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