In den Medien geistert gerade wieder eine neue Sau durchs Dorf: Wegovy soll bald als einfache Tablette auf den Markt kommen. Es ist ja weiß Gott nicht das erste Medikament, das dieses leidige Kombi-Paket aus Diabetes und Übergewicht bespielen will. Früher gab es in dieser Ecke allerdings fast ausschließlich Spritzen. Ich habe den ganzen Zirkus selbst ausprobiert und mich an Mounjaro herangewagt. Am Ende des Tages war das Experiment zwar von durchschlagendem Erfolg gekrönt, aber die Begleiterscheinungen waren die reinste Hölle. Mein Magen macht ohnehin verdammt schnell Probleme, aber nach jeder einzelnen Spritze konnte ich quasi die Uhr danach stellen, wann der Ärger losging.
Der Spaß fing meistens mit unberechenbarem Sprühdurchfall an, der sich gerne mal über einen kompletten Tag hinzog. Dazu gesellten sich Magenschmerzen und Krämpfe von einer Intensität, dass an Bewegung überhaupt nicht mehr zu denken war. Ich lag im Grunde nur noch in der Ecke und habe lautstark um mein Leben gejammert. Massive Kreislaufprobleme und heftiger Schwindel machten das Elend dann komplett perfekt. Dieser Zustand dauerte in der Regel mindestens zwei Tage an. Ich habe mich danach regelmäßig in einem Zustand zur Arbeit geschleppt, der eigentlich alles war, nur nicht arbeitsfähig. Irgendwann zog die Reißleine und das Experiment wurde folgerichtig abgebrochen.
Nun könnte es also Wegovy als Tablette richten. Weil der Wirkstoff als Tablette die Magensäure überstehen muss, um überhaupt irgendwie im Blut zu landen, ist das Zeug extrem hoch dosiert. Ob das für einen ohnehin stark empfindlichen Magen wirklich eine ernsthafte Chance oder das nächste Desaster ist, müssen am Ende die Ärzte beurteilen. Spannend wäre ja die Frage, ob es Mittel und Wege gibt, den angeschlagenen Verdauungstrakt dabei irgendwie sinnvoll zu unterstützen. Ob ich das allerdings mit meiner normalen Hausärztin geklärt kriege, bleibt erst mal abzuwarten.
Ich habe deshalb die Fühler ausgestreckt und einen Mediziner gefunden, der rund 30 Kilometer entfernt sitzt. Ein ausgewiesener Diabetologe und Spezialist für Adipositas, Schmerztherapie und Ernährungsberatung. Der entscheidende Vorteil von solchen Fachärzten liegt auf der Hand: Die Herrschaften verfügen über völlig andere Budgettöpfe als der klassische Hausarzt um die Ecke und können ganz andere Kaliber an Medikamenten oder Therapien verschreiben.
Nach allem, was man so hört und liest, scheint der Typ genau der Schlag Arzt zu sein, den ich brauche. Er erinnert mich stark an meinen ehemaligen, leider verstorbenen Hausarzt. Ein Typ, der kein Blatt vor den Mund nimmt, ungeschönt Tacheles spricht und bei dem man im Gegenzug selbst Tacheles reden kann, ohne dass es gleich krumm genommen wird. Ich habe diese Art der Kommunikation damals extrem genossen. Die vorgeschlagenen Lösungen waren zwar selten 08/15, aber dafür immer pragmatisch und vor allem effektiv.
Ich habe schließlich noch verdammt klare Ziele im Leben. Ich möchte gesünder leben, dauerhaft weniger Kilos mit mir herumschleppen und mich endlich wieder bewegen können, ohne dass jeder verdammte Schritt in Schmerzen ausartet. Ich will reisen und die Welt sehen. Um es ganz simpel auf den Punkt zu bringen: Ich will verdammt noch mal Spaß am Leben haben. Wenn man langsam alt wird, ist genau dieser Spaß das Einzige, was am Ende des Tages wirklich zählt.
Bildinformationen:
Foto: Norbert Beck, mit Google Gemini und Google Nano Banana bearbeitet
Komposition des Beitragsbildes: Norbert Beck mit Unterstützung von canva pro
Rechtschreibung
Die Interpunktion und Orthographie dieses Textes sind frei erfunden. Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Rechtschreibregeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
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