4. Oktober 2022

Zum Tage – 02. Januar 2022

Manchmal spielen einem die Tage Streiche. Eigentlich wollte ich etwa 7.30 Uhr aufgestanden sein, eigentlich wollte ich irgendwann zwischen 8:30 und 9 Uhr auf dem Heimweg beim Bäcker vorbei und mir frische Brötchen geholt haben. Und nochmals eigentlich, wäre das eine tolle Reminiszenz auf früher gewesen, wo ich allzu oft sonntags morgens beim Bäcker vorbeigesehen habe, ebenso oft auch in der Backstube, weil mein Heimweg noch vor Ladenöffnung lag und man sich kannte.

Die Realität war aber eine andere. Gegen 5:30 Uhr musste ich plötzlich nochmal aufs Klo. Als ich mich wieder hinlegte, dachte ich mir noch so ein Stündchen kannst du noch schlafen und als ich dann aufwachte war es 20 vor 10 und was bedeutete die frischen Brötchen, waren überall nur nicht auf meinem Frühstückstisch, ich hatte mich auch nicht vor dem Frühstück bewegt. Und ich fragte mich noch, warum ich am Vortag so schön den Tag geplant hatte.

Immerhin, es regnete. Gute Ausrede, muss bei anderen auch immer herhalten.

Ich hatte noch selbstgebackenes Brot – aus dem vorigen Jahr – und speiste zwei Scheiben mit Ei und etwas Brombeerkonfitüre und einer Tasse Kaffee und nahm erstmal meine Tabletten. Netter Tagesanfang.

Wenn am Tag nichts dran ist, kann man in der Küche mal aufräumen. Drei Ladungen durch die Spülmaschine gezogen, zwei Fächer ausgeputzt. Joah, so machte der Tag erstmal immerhin Sinn.

Wisst ihr was ich komisch finde. Kleidung!

Mein Ziel war es eigentlich mir ein Set an Basic-Klamotten zuzulegen. 08/15-Sachen, die es in allen Größen gibt, von denen ich mir, wenn mal was verschlissen ist oder ich doch mal wieder eine Kleidergröße kleiner brauche, einfach ein Teil oder ein Set – je nach Bedarf nachbestelle.

Geht man zu den üblichen Verdächtigen wie C & A, H & M und wie diese Läden und Ketten alle heißen, gibt es bei jeder eine Hausmarke mit Basic-Artikeln. Hose, Sweatshirt, Shirt in der Regel auch Unterwäsche in einfacher Standardausführung. Ob ich mir die Sachen heute kaufe, vor drei Jahren gekauft habe oder in zwei Jahren kaufe. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ein T-Shirt in Uni-Schwarz, Größe XXL einfach ein ebensolches T-Shirt ist.

Natürlich ist klar, dass ein vor drei Jahren gekauftes Shirt nicht aus derselben Produktionsstätte kommen muss, wie das, was man in zwei Jahren kauft. Aber die großen Ketten sind halt sehr interessiert daran einheitliche Ware zu liefern, weil ihre Kunden genau dies erwarten. Und wenn Erwartungen eingehalten werden, gibt der Kunde vielleicht noch zum Aufwerten der Kleidung Geld für den Blödsinn, den ich drumherum als Saisonware verkaufe.

Das funktioniert bei den einfachen Standardgrößen bis zum Bauchansatz.

Habt ihr im wahrsten Sinne des Wortes ein Delikatessen-Endlager, einen kulinarischen Tempel, volkstümlich eine Wampe oder einfach nur eine Lebensmittelschwangerschaft, wird genau das kompliziert.

Zwar hat C&A auch Mode bis 6XL, aber in diesem Bereich fast keine Standardsachen mehr. Auch bei den anderen Filialisten wird es da eher schwer. Die Ansprechpartner jenseits des Bereichs der XXL heißen dann eher Pfundskerl, JP1880, Happy Size oder haben fantasievolle Namen wie Over-Size.

Happy-Size habe ich vor einigen Jahren bei mir schon aussortiert. Bei immer weiter steigenden Preisen nahm die Qualität gleichzeitig immer mehr ab.

Und wer glaubt bei Amazon fündig zu werden, der sollte genau aufpassen, was er kauft. Auf Amazon verkaufen auch Asiaten direkt und deren 5XL ist ein anderes als unser 5XL. Während man in unserem 5XL zwei oder drei der produzierenden Asiaten verstecken kann, bekommt bei uns jemand der Normal XL trägt in einem Shirt mit deren 5XL Atemnot, so er es denn an bekommt. Am besten sind hier Angebote, mit entsprechenden Maßtabellen, wo man selbst prüfen kann, ob die Größe passen sollte oder nicht.

Genau das ist das Problem bei den Anbietern, wo man die wirklich großen Größen kauft. Zwar bekommt man Shirts bis zu unglaublichen 12XL, wo ich mich frage, wer da reinpassen soll, aber wirkliche Hausmarken findet man da nicht.

Dies fiel mir auf, als ich routinemäßig, wie üblich nach 2 Jahren meine Boxershorts mal wieder erneuern wollte und der Artikel als der Bestellauflistung von vor zwei Jahren nicht mehr findbar war. Kann ja schon mal passieren, aber das war auch schon vor zwei Jahren schon so. Auch eine Art der Kontinuität.

Am Nachmittag kam tatsächlich die Sonne raus. Umziehen, herausgehen, Schritte machen. Am Ende war ich dann knapp zwei Stunden unterwegs, war überrascht, dass ich die Sitzgelegenheiten nicht mehr ganz so dringlich wie früher brauchte und wunderte mich etwas, wie viele Leute auch sonst so unterwegs waren.

Eine Katze meinte am Brunnen mit mir spielen zu müssen. Am Ende benutzte sie eine Bank und ich eine Bank. Wobei sie mich immer genau im Auge behielt.

Immerhin wurde mir recht schnell klar, das mein Morgenrundgang keine gute Idee war. Ich hätte so oder so mein Brot essen müssen. Der Bäcker hatte Urlaub.

Am Ende brachte dieser Weg rund 6.800 Schritte aufs Bewegungskonto.

Von meinem Festtagesessen war noch tiefgefrorene Entenleber über, die ich noch nicht verarbeitet hatte. Diese gab es dann mit einem Basmati-Reis-Risotto mit Paprika, Tomate und Steinpilzen. Die Soße war mal wieder sehr lecker geworden und wurde mit Sahne und allerlei Kräuter verfeinert.

Reis-Risotto mit Entenleber
Reis-Risotto mit gebratener Entenleber

Das Praktische an diesem Essen? Es schmeckte sehr, sehr lecker und ich konnte mir eine Portion abfüllen, die ich morgen an der Arbeit nur heißmachen muss.

Da waren die freien Tage wieder mal vorbei. Da ich nebenbei meine Newsmeldungen gelesen habe, weiß ich auch, was ich morgen zuerst machen darf. Zusammen mit unseren ITler an unseren Mailserver rumfingern. Exchange hat einen 2022-Bug und verschickt keine Mails. Schön, wenn man nur durch die Newsfeeds bestimmter IT-Newshomepages heute schon weiss, was morgen ist.

Foto: Norbert Beck / Layout: canva PRO und Norbert Beck


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Norbert Beck

Einst wollte er nur laufen, dann kamen gesundheitliche Rückschläge, die Pflege eines Angehörigen und damit ein jahrelanges Leben am gesundheitlichen Limit. Nun ist er wieder auf dem Weg zurück und sagt immer noch "Ich bin schlank, man sieht doch nicht!" Seine Ziele: Gesünder leben, Kilos verlieren, Spaß haben und irgendwann wieder laufen.

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