Thats the way of the ThunderHawk

Eigentlich sollte man feiern. Ich sollte Feiern. Immerhin reden wir von 12 Jahren ThunderHawk. 12 Jahre wo ich meinen Spirit verbreite. 12 Jahre wo ich am Abnehmen bin. 12 Jahre Laufen. 12 Jahre Sport trotz Übergewicht und nicht immer ein einfaches Leben. Das wäre mein Wunsch gewesen, mein Ziel und die meisten würden sagen: Das bist Du.

Nun, in den letzten Jahren ist vieles nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hätte. Meine Mutter wurde zum Pflegefall. Verstarb vor nunmehr über 2 Jahren. Corona. Meine eigene Gesundheit, spielte böse Streiche, aber auch einige Ärzte spielten da nicht gerade positiv mit. Die traurige Bilanz nach 12 Jahren… Trotz aller Erfolge, die teilweise auch über Jahre gehalten haben, stehe ich quasi wieder am Anfang.

Nein, das ist nicht korrekt. Eigentlich stehe ich schlechter da als vor Jahren.

Im letzten Herbst begann eine Negativ-Serie. Vermeintliche Hexenschüsse reihten sich aneinander. Faktisch sagte mein Rücken, ich hab kein Bock mehr. Mein ehemaliger Doc hatte eine gute Taktik: Haun mehr mal ne Spritze rein, das hilft schon. Geholfen hat es. Größtenteils nur ein, zwei, drei Tage. Wenn ich dann meinte wieder auf den Weg der Besserung zu sein, haute es mich wieder aus der Bahn.

Mein Magen spielte auch kräftig mit. Quasi wie eine Wurst staut sich Gegessenes im Oberbauch. Man kann es fühlen, wenn man will. Mein Ex-Doc wollte nicht fühlen. Der redete, verpasste mir eine Medikation nach dem anderen. Geholfen hat keine. Bei einer der Medikationen war dann ein Medikament, was ich schon von meiner verstorbenen Mutter kannte. Das Medikament war gegen Reflux. Ich hab Magen- und Darmkrämpfe, sodass ich mich kaum noch bewegen kann. Dazwischen Durchfall das ich eine Flasche durch einen Besen befüllen kann, bzw. dann mal steinhart so das der Stuhlgang endlos schmerzt und es in der Kloschüssel dann Pling macht, als würde ein Pfirsichstein in die Schüssel fallen.

Routineuntersuchung. Die Werte waren so grausig, wie schon lange nicht mehr. Wie sollten die Werte auch gut sein. Stehen in der Küche ging nicht, wie dann kochen. Bewegen konnte ich vergessen. Wie soll man sich bewegen, wenn alles schmerzt? Blutdruck, Blutwerte… am Arsch.

Ich fühlte mich an diesem Tag ohnehin nicht gut.

Vor Jahren hatte ich mit Herzproblemen zu Kämpfen. Eine Vorstufe eines Infaktes. Ich war froh, mich davon entfernt zu haben.


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Der Vlog-Beitrag auf Youtube zum Thema…

Mittlerweile habe ich nicht allein durch die Nichtbehandlung einer Medizinerin Asthma dazubekommen, sondern auch vorstehende Probleme, dazu das Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Ungleichmäßigkeiten beim Herzschlag gehören zu diesem toxischen Cocktail dazu. Und auch die üblen Vorzeichen das Herz betreffend waren wieder da. Stiche, als würde da jemand Stromstöße verteilen oder wie ein Berserker draufdrücken.

So kann es nicht enden. Lösung: Neuer Arzt. Und sofortiger Notreset, auch wenn es wehtut.

Ich habe kurzerhand angefangen, Zucker weitestgehend rauszustreichen. Mein derzeitiger Zuckerkonsum liegt etwa 50% unter der maximal Empfehlung. Warum keinen Zucker? Zucker treibt nicht nur Diabetes an, sondern ist auch bei Entzündungsprozessen und rheumatischen Erkrankungen gut beteiligt. Zu viel des Zuckers wird verstoffwechselt, aber nicht so wie man es sich wünscht, sondern es wird in den Fettzellen eingelagert. Also das, was den nächsten Gang auf die Waage wieder etwas schwerer macht. Man könnte auch den Zucker nehmen und sich direkt auf die Hüfte tackern.

Fleisch habe ich zuletzt eh nicht viel gegessen. Wenn eher Fisch oder mal Geflügel. Fisch ist allein wegen den Omega3-Fettsäuren nicht schlecht, steht mindestens einmal, oft zweimal auf dem Speiseplan. Dafür gibt es mehr Gemüse, Obst, Nüsse.

Nüsse muss ich dosieren. Ich hab zwar keine Allergie, aber eine Unverträglichkeit. Zu viel Nuss, führt viel ab und das prompt.

Haferflocken. Mein neuer Freund. Hafer im Frühstücksquark. Hafer im Rührei oder Salat. Hafer mit Käse, Milch, Ei und Kräuter als Frikadelle. Hafer hat einen Vorteil. Es macht satt, es hält satt. Und es treibt zwar den Zuckerspiegel hoch, hält diesen aber auch lange auf einem stabilen Niveau. Gerade bei Diabeteshintergrund ist Hafer: So man in verträgt, ein Freund.

Brot, Brötchen? Fast komplett gestrichen. Keine Weizenmehlprodukte mehr, kein Fertigessen, keine Teilfertigprodukte. Einfache solide selbstgemachte Speisen.

Jetzt kommt Ihr mit, das kann doch nicht schmecken, das kostet doch nur Zeit.

Beides falsch. Die Sachen, die ich zubereite, schmecken 1a und für das Frühstück dauert keine Mahlzeit länger als 10, 15 Minuten und für eine Hauptmahlzeit in der Regel nicht mal ne halbe Stunde. Und oft genug habe ich da noch genug über, um ein oder zwei Portionen einzumachen oder einzufrieren. Insofern weiß ich, was in meinem Essen ist, es schmeckt und ich spare auch noch Geld.

Auch wenn es schmerzte, gehörte Bewegung wieder zum Alltag. Ich geb zu, mit schmerzendem Magen oder Rücken ist einem nicht nach Bewegung. Dann zieht die Couch, das Bett und die erlösende Schmerztablette doch stärker als einem lieb ist. Auch wenn letztere wieder nur eine kurzfristige Hilfe ist und am Ende dem Körper mehr schadet als hilft.

8000 Schritte am Tag. Jeden zweiten Tag entweder Übungen mit den Hanteln oder Gymnastik, wobei letzteres zurzeit eher Halteübungen sind, die ich einst mit meiner Trainerin einstudiert habe. Es gab genug Tage, wo ich allzu gerne gesagt hätte: Lassen wir den Quatsch.

Du kannst jetzt sagen: 8000 Schritte, ich schaffe nicht mal 3000 am Tag. Die Zeit fehlt mir. Ich helfe nach: Das Auto parkt eben mal etwas weiter weg. Im Büro statt den anderen anrufen, geht man eben mal zu diesem hin. In der Pause auch schon mal die Treppe rauf und runter und abends dann noch eine kleine Runde von einem halben Stündchen, schon sind die Schritte voll.

Dreimal die Woche gibt es nicht eine halbe Stündchen, sondern ne Stunde oder eineinhalb Stunden. Dann sind es eben rund 15K-Schritte an dem Tag.

Vor ein paar Wochen ging ich die Frieda-Runde. Rund 13 Kilometer. Gut, ich brauchte 3 Sitzpausen, aber ansonsten kam ich gut durch.

Auch die Waage gibt langsam nach.

Der positive Effekt: Die Schmerzen sind deutlich weniger geworden und pendeln sich auf einem erträglichen Niveau ein. Es gibt Tage, die sogar fast ganz schmerzfrei sind. Und die Krämpfe sind auch weniger geworden.

Trotzdem, wäre es wichtig zu wissen, was da Probleme macht und da setze ich auf die neue Ärztin.

Natürlich sind die negativen Vorzeichen auch noch nicht weg. Aber es ist ein gutes Gefühl, wenn zumindest ein paar der Probleme kleiner werden.

Ab und zu laufe ich auch ein Stück. Ich bin mir sicher, irgendwann wird das wieder mein alltägliches Training. Und auch wenn ich es verleugne, ertappe ich mich hin und wieder dabei, wenn ich mit der Teilnahme an der ein oder anderen Laufveranstaltung liebäugele. Das ist halt der Weg des ThunderHawks und der führt eben immer wieder zurück in die Laufschuhe.

Foto: Norbert Beck / Beitragsbild-Layout: Norbert Beck


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