50 Jahre am Neunundvierzigsten
Mein 49. Geburtstag in Hamburg: Krabbenbrötchen, alte Erinnerungen, ein verpasstes Konzert und die Erkenntnis, dass die 50 ruhig kommen kann.
Mein 49. Geburtstag in Hamburg: Krabbenbrötchen, alte Erinnerungen, ein verpasstes Konzert und die Erkenntnis, dass die 50 ruhig kommen kann.
Andere posieren mit ihrem Rad auf dem Meißner. Ich war früher mit drei Gängen oben – und landete auf dem Rückweg im Maisfeld.
Mehr als zehn Kilometer an den Bruchteichen – und nebenbei die Erkenntnis, dass Höflichkeit unterwegs offenbar keine Selbstverständlichkeit ist.
Eine normale Trainingsrunde, zwei Schwäne und ein Angler mit Flitsche. Manchmal wird aus 2,8 Kilometern eine ganz andere Geschichte.
Beim Joggen bekam ich plötzlich einen Schlag auf den Kopf. Erst Sekunden später merkte ich: Ein Bussard griff mich an.
Eigentlich sollte es nur eine kleine Runde werden. Dann lief ich einfach weiter – und stand am Ende mit fast zwölf Kilometern auf der Uhr wieder am Auto.
Am Todestag meines Vaters denke ich darüber nach, was uns unterschied – und wie viel von ihm trotzdem bis heute in mir geblieben ist.
Ich wollte eigentlich nur in Ruhe durch die Werraaue laufen. Dann hing plötzlich ein Autofahrer hinter mir – und erklärte mir, ich sei kein Trecker.
Nach langer Pause ziehe ich wieder die Laufschuhe an. 2,2 langsame Kilometer später weiß ich: Der Rücken ist noch da – aber ich bin wieder unterwegs.
Alte Laufstrecken, Erinnerungen an Wanfried und ein neuer Anfang: 2022 wollte ich noch einmal dort beginnen, wo alles angefangen hatte.