Nicht um jeden Preis
2,8 Kilometer ohne Pause machen mir Mut. Gleichzeitig gibt es gesundheitliche Baustellen, die ich nicht mit Ehrgeiz übergehen möchte.
2,8 Kilometer ohne Pause machen mir Mut. Gleichzeitig gibt es gesundheitliche Baustellen, die ich nicht mit Ehrgeiz übergehen möchte.
Reha soll helfen und möglichst keinen Stress machen. Mein Therapieplan hatte dazu gelegentlich eine etwas andere Meinung.
Knapp sieben Kilometer von zu Hause entfernt werde ich gefragt, wo mein Auto steht. Dabei bin ich doch nur auf dem Weg zum Bäcker.
Eigentlich wollte ich nur spazieren gehen. Am Ende wurden es fast acht Kilometer – und ungefähr die Hälfte davon bin ich gelaufen.
Eine neue Waage zeigt plötzlich fast 24 Kilo weniger an. Erst halte ich sie für kaputt – dann bestätigt die alte Waage genau dasselbe.
Mehr als zehn Kilometer an den Bruchteichen – und nebenbei die Erkenntnis, dass Höflichkeit unterwegs offenbar keine Selbstverständlichkeit ist.
Eigentlich sollte es nur eine kleine Runde werden. Dann lief ich einfach weiter – und stand am Ende mit fast zwölf Kilometern auf der Uhr wieder am Auto.
Ich wollte eigentlich nur in Ruhe durch die Werraaue laufen. Dann hing plötzlich ein Autofahrer hinter mir – und erklärte mir, ich sei kein Trecker.
Nach langer Pause ziehe ich wieder die Laufschuhe an. 2,2 langsame Kilometer später weiß ich: Der Rücken ist noch da – aber ich bin wieder unterwegs.
Der geplante Sonntagmorgen fiel aus. Am Nachmittag wurden daraus trotzdem 6.800 Schritte – und eine kleine Veränderung, die wichtiger war als die Zahl.