The 50 Shades of Brown
Zweieinhalb Wochen Ernährung und Stuhlgang dokumentieren. Nicht schön, aber nötig, wenn der eigene Darm plötzlich den Alltag bestimmt.
Zweieinhalb Wochen Ernährung und Stuhlgang dokumentieren. Nicht schön, aber nötig, wenn der eigene Darm plötzlich den Alltag bestimmt.
Eigentlich sollte ich froh über den Untersuchungstermin sein. Stattdessen wächst die Angst davor, was die Ärzte finden könnten – oder eben nicht.
Der geplante Sonntagmorgen fiel aus. Am Nachmittag wurden daraus trotzdem 6.800 Schritte – und eine kleine Veränderung, die wichtiger war als die Zahl.
Früher lief ich an Neujahr bis zu 15 Kilometer durch die Nacht. 2022 bestand mein Training aus Stuhl, Hanteln und Zugbändern. Ein Anfang.
Trauer, 40 Kilo weniger, erste Laufkilometer und endlich wieder Nordsee: 2021 war für mich ein Jahr, das sich nicht einfach in gut oder schlecht einteilen lässt.
Mein erstes Weihnachten ohne beide Eltern. Seit Jahren bringe ich meinem Vater eine Kerze auf den Friedhof. Dieses Mal sind es zwei.
Eigentlich wollte ich nur ausprobieren, ob es überhaupt noch geht. 17 Minuten später wusste ich: Ich kann noch laufen. Langsam – aber ich kann.
Schränke voll, Dinge überall und vieles davon längst vergessen. Ich habe angefangen auszusortieren – nicht für den Minimalismus, sondern für weniger Ballast.
An den Geburtstagen meiner Eltern stelle ich noch immer eine Laterne auf. Ein kleines Ritual für zwei Menschen, die längst nicht vergessen sind.
Jahrelang musste ich funktionieren. Als diese Aufgabe plötzlich wegfiel, stellte ich fest: Ich hatte vergessen, wie man eigentlich nichts tut.